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Königssee in Bayern

Der Königssee liegt eingebettet inmitten der malerischen Bergwelt der Berchtesgadener Alpen am Fuße des Watzmanns. Das rund 190 Meter tiefe Gewässer im Nationalpark Berchtesgaden gehört zu der Gemeinde Schönau. Auf den ersten Blick wirkt der lang gezogene See wie ein Fjord. Die Umgebung lädt jedoch zu tollen Wanderungen ein. IndenBergen hat alles Wissenswerte rund um den imposanten Gebirgssee zusammengestellt.

Der Königssee: Sommer wie Winter ein Erlebnis

Bereits im 17. Jahrhundert gab es auf dem Königssee in Bayern eine rege Personenschifffahrt. Ruderboote brachten Einheimische, Reisende, Tiere und die verschiedensten Waren bequem von Ufer zu Ufer. Heute werden vier Anlegestellen das gesamte Jahr über bedient. Neben der Echowand ist primär die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä auf der zu Fuß nur schwer erreichbaren Halbinsel Hirschau das Ziel der Besucher. Etwa alle zehn Jahre friert der See im Winter komplett zu. An kalten Tagen ohne Wind wird der Königssee zur Begehung freigegeben. Tausende Fußgänger und Skilangläufer tummeln sich dann auf dem acht Kilometer langen, und bis zu 1,2 Kilometer breiten See und folgen den Markierungen nach St. Bartholomä.

Königssee in Bayern
Das Wasser des Königssees ist so sauber, dass man es bedenkenlos trinken kann.

Königssee: Beste Wasserqualität

Der Königssee ist sehr sauber und gilt als eines der bayerischen Gewässer mit der besten Wasserqualität. Das hat verschiedene Gründe. So verkehren beispielsweise ausschließlich Elektroboote auf dem See. Außerdem wird, abgesehen von einigen wenigen Almen, in der Umgebung kaum Landwirtschaft betrieben. Hinzu kommt die Tatsache, dass seit den 80er-Jahren alle Häuser in Ufernähe an die Kanalisation angeschlossen sind. Infolgedessen ist der Königssee so sauber, dass das Wasser sogar bedenkenlos getrunken werden kann. Kein Wunder, dass der See auch Heimat von vielen Forellen und Saiblingen ist. Der Gebirgssee ist allerdings sehr kalt. Nur bei langen Warmwetterperioden klettert die Wassertemperatur auf über 20 Grad Celsius. Daher wagen sich trotz der hervorragenden Wasserqualität nur hartgesottene Schwimmer in das Wasser.

Beeindruckendes Echo

Das gesamte Jahr über sind auf dem See Elektroboote im Einsatz. Auf halber Strecke zwischen der Seelände in Königsee und der Anlegestelle St. Bartholomä machen die Schiffe einen Halt vor der bekannten Echowand. Hier demonstriert der Kapitän den Fahrgästen mit einer Trompete oder einem Flügelhorn das eindrucksvolle Echo. Im Normalfall ist es einfach, manchmal sogar zweifach zu hören. Der Klang hierbei ist immer verschieden, abhängig davon, wer das Horn oder die Trompete bläst und wie das Wetter ist. Früher wurde sogar mit einem Böller geschossen. Bis zu sieben Mal ertönte dann das Echo. Doch seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist dies aus Sicherheitsgründen verboten.

St. Bartholomä und die Almer Wallfahrt

Die bekannte Wallfahrtskapelle auf der Halbinsel Hirschau am Westufer lässt sich am einfachsten mit dem Schiff erreichen. Zu Fuß gelangt man nur über eine kräftezehrende Wanderung zu der kleinen Kirche, die ihren Ursprung bereits im 12. Jahrhundert hat. So führt ein Weg über die bewirtschaftete Kührointalm und den teils ausgesetzten Rinnkendlsteig. Alternativ lässt sich die Halbinsel von Ramsau aus durch das Wimbachtal über die Wimbachgrieshütte, den Pass Trischübel und die Sigeretplatte erreichen. Für beide Touren sollten auch geübte Wanderer rund sechs Stunden Gehzeit einplanen. Jedes Jahr am Samstag nach dem 24. August pilgern viele Gläubige im Rahmen der traditionellen Almer Wahlfahrt nach St. Bartholomä.

Praktische Informationen zur Region

Der Königssee ist fjordartig in die umliegenden Berge eingeschnitten. Fast senkrecht fallen die Felswände zum Wasser hin ab. Unzählige Wanderungen laden ein dieses beeindruckende Naturschauspiel näher zu erkunden. Von der Seelände aus führt ein rund einstündiger Rundweg zum Malerwinkel und retour. Von Hirschau aus gelangen Wanderer über einen Steig in das hintere Eisbachtal zu der Eiskapelle, einem Schneefeld am Fuße der Watzmann-Ostwand. Von der Anlegestelle Salet geht es zum Beispiel zur Fischunkelalm oder zum Röthbachwasserfall. Lohnenswert ist auch ein Aufstieg über den Röthsteig bis in das Steinerne Meer. Alternativ lässt sich der bekannte Gebirgsstock auch von St. Bartholomä aus über die Saugasse erreichen.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.