Peter-Wiechenthaler-Hütte: Die Hütte am Rand des Steinernen Meeres

Peter-Wiechenthaler-Hütte: Die Hütte am Rand des Steinernen Meeres

7 August 2019

von: Sarah in Hütten

Bei Hütten und Meer denkt man wohl zu allererst eher an Strand und Palmen, aber in diesem Fall geht es um Steine – genauer, um Berge, denn die Peter-Wiechenthaler-Hütte liegt am Rand des Steinernen Meeres. Durch spannende Aufstiege und abwechslungsreiche Touren wird die Hütte zu einem besonders beliebten Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger, die die Herausforderungen suchen und den landschaftlichen Reiz der Region erleben wollen. Ab der Hütte sind zahlreiche Gipfelbesteigungen möglich. Indenbergen stellt vor, was Wanderer und Bergsteiger über die Peter-Wiechenthaler-Hütte wissen müssen.

Die Hütte im Salzburger Land am Fuße des Persailhorns

Hoch über Saalfelden im Salzburger Land in Österreich am südwestlichen Rand des Steinernen Meeres auf einer Höhe von 1.752 Metern liegt die Peter-Wiechenthaler-Hütte. Durch die Lage in den Berchtesgadener Alpen am Fuß des Persailhorns auf dem Rücken des Kienalkopfes auf dem Gebiet des Reviers Leogang der Saalforste ist die Hütte ein beliebtes Ziel für Wanderer und Tagesausflügler. Durch die Möglichkeit zahlreicher Gipfelbesteigungen, Klettersteige und Überquerungen im Steinernen Meer ist die Peter-Wiechenthaler-Hütte aber auch populär bei Bergsteigern, die auf der Suche nach mehrtägigen Touren sind. Im Winter ist die Hütte ein Ziel für Skitourengeher.

Gemütliches Zimmer auf der Hütte (Foto: © wiechenthaler-huette.at)

Übernachten auf der Peter-Wiechenthaler-Hütte

Erbaut im Jahr 1926 ist die Hütte seit über 100 Jahren Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger und bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten für diejenigen, die mehrtägige Touren machen möchte. Dafür stehen 25 Betten in Mehrbettzimmern, genauer 4-, 5- oder 6-Bettzimmer und 30 Lagerplätze zur Verfügung. Geöffnet ist die Hütte von April bis Oktober. Im Winter gibt es einen Notraum mit insgesamt 6 Lagerplätzen. Außerdem verfügt die Hütte über einen Waschraum mit Duschen und bietet in ihrer Gaststube Pinzgauer Hausmannskost. Reservierungen für eine Übernachtung können online vorgenommen werden.

Aufstiege zur Peter-Wiechenthaler-Hütte

Die Hütte ist verhältnismäßig leicht zu erreichen und gilt als familienfreundlich. Ein einfacher Zustieg startet ab Saalfelden-Bachwinkel und verläuft über den Hüttenweg. Die Gehzeit beträgt knapp 3 Stunden. Von der Ortsmitte Saalfelden führt eine weitere Route zur Hütte über Bachwinkel und den Hüttenweg. Hierfür sollten knapp 3,5 Stunden eingeplant werden. Etwas anspruchsvoller wird es, wenn sich Wanderer für die Strecke vom Parkplatz Kaltenbachtal über Metzger-Steinalm und Persailfoissel entscheiden. Dafür sind 4 Stunden Gehzeit einzurechnen. Ein Zustieg über den Jagasteig ist besonders an sonnigen, warmen Tagen zu empfehlen, da er vornehmlich durch den Wald verläuft und entsprechend schattig ist.

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Übergänge ab der Peter-Wiechenthaler-Hütte

Die Hütte bietet sich auch besonders für mehrtägige Touren an, da sich von dort zahlreiche Möglichkeiten für Übergänge und Gipfelbesteigungen ergeben. Zum Ingolstädter Haus auf einer Höhe von 2120 m über die Weißbachlscharte und den Eichstätter Weg sind es 4 Stunden Gehzeit. Gleiches gilt für das Riemannhaus. Bis zum Kärlingerhaus über die Weißbachlscharte und den Hirschsattel sind es 4,5 Stunden Weg. Zum Riemannhaus führt auch ein Klettersteig, der sportliche Herausforderungen bietet. Die Strecke verläuft über das Persailhorn, Breithorn. Die Gehzeit beträgt 5,5 Stunden und der Steig ist teilweise gesichert.

Kurz vor der Ankunft auf der Peter-Wiechenthaler-Hütte (Foto: © wiechenthaler-huette.at)

Gipfelbesteigungen ab der Peter-Wiechenthaler-Hütte

Ab der Peter-Wiechenthaler-Hütte ergeben sich für Wanderer und Bergsteiger zahlreiche anspruchsvolle Touren auf die umliegenden Gipfel. Zum Beispiel kann das Persailhorn bestiegen werden, wofür eine Gehzeit von 2,5 Stunden geplant werden sollte. Dabei stehen zwei verschiedene Klettersteige zur Verfügung. Ebenso können das Mitterhorn und das Breithorn bestiegen werden. Weitere Möglichkeiten für eine Gipfelbesteigung ergeben sich auf dem Aulhorn, dem Achselhorn, dem Schartenkopf und dem Hollermaißhorn. Die letzten beiden sind allerdings ab der Scharte weglos. Sehr zu empfehlen ist auch der Rundgang Persailhorn-Mitterhorn-Ahlhorn-Weisbachscharte mit einer Gehzeit von 6 Stunden.

Weitere Informationen zur Region

Die Region des Steinernen Meeres in den Berchtesgadener Alpen ist besonders für Hüttentouren und Mehrtagestouren beliebt. Die Schönfeldspitze ist dabei der beeindruckendste Hüttengipfel des Gebiets, zählt aber auch zu den anspruchsvollsten. Durch die Vielzahl von Hütten im Steinernen Meer kann es gerade in der Hauptsaison durchaus voll werden, weswegen eine Reservierung im Voraus dringend empfohlen wird. Landschaftlich reizvoll ist auch eine Tour durch das Steinerne Meer hin zum Königssee.

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