7 Dinge, die jeder Anfänger beim Wandern braucht

7 Dinge, die jeder Anfänger beim Wandern braucht

15. Juni 2018

von: Marlene in Reisetipps

Wandern erfreut sich großer Beliebtheit, weil jeder mit dem Wandern anfangen kann. Was viele zu schätzen wissen ist, dass es nicht viel kostet. In vielen Regionen geht es ohne Bergbahn nach oben, die Einkehr auf der Hütte kann durch die mitgebrachte Brotzeit ersetzt werden und es benötigt auch nicht viel Equipment. Auf einige Ausrüstungsgegenstände sollten Wanderer dennoch nicht verzichten. Vor allem Wander-Anfänger müssen sich Gedanken um den richtigen Wanderschuh, einen passenden Wanderrucksack und die optimale Bekleidung machen. IndenBergen stellt 7 Dinge vor, die jeder Anfänger beim Wandern unbedingt dabeihaben sollte.

1. Wanderschuhe

Wanderschuhe unterstützen den Fuß. Vor allem im unwegsamen Gelände ist ein fester Schuh unverzichtbar. Wer in Sandalen oder leichten Turnschuhen über Wurzeln, durch Schotter und über Steine geht, kann schneller umknicken. Ein knöchelhoher, fester Wanderschuh unterstützt hingegen den Knöchel. Je nach Tour gibt es verschiedene Schuhmodelle. Für leichtere Wanderungen im Mittelgebirge reicht oft auch ein leichterer Schuh. Wer Klettersteige gehen möchte, wählt hingegen einen mit einer griffigen Sohle und fürs Hochgebirge gibt es besonders stabile, wasserdichte und steigeisenfeste Wanderstiefel.

Wanderschuhe
Feste Schuhe sind wichtig, um Verletzungen vorzubeugen. © Pixabay

2. Handy mit Notfallkontakten: Sicher ist sicher

Selbst auf leichten Wanderungen kann etwas passieren. Manchmal verhindert beispielsweise ein umgeknickter Fuß das Weitergehen. Oder ein plötzlicher Wetterumschwung bringt ein Gewitter mit sich. In beiden Fällen ist es nicht möglich die Tour fortzusetzen. Wenn keine Hütte oder kein Gasthof in der Nähe sind, muss man irgendwie Hilfe holen können. Deshalb sollte das Handy immer aufgeladen sein. Für Fotos zwischendurch greifen Wanderer besser zur Kamera als zum Handy. Wer im Ausland unterwegs ist, informiert sich vor der Tour am besten über lokale Notfallkontakte und speichert diese auf dem Handy. Benötigt werden sie hoffentlich nicht. Aber sicher ist sicher ...

Handy muss mit
Mit dem Handy können schöne Momente festgehalten und im Notfall Hilfe gerufen werden. © Pixabay/ Free-Photos

3. Wanderkarten und GPS-Gerät: Orientierung ist alles

Die Wanderkarte gehört zur Tourenplanung dazu. Während der Wanderung kann sie auch hilfreich sein. Zum Beispiel dann, wenn an Wegkreuzungen nicht klar ist, ob es nach links oder doch eher geradeaus weitergeht. Inzwischen gibt es mittlerweile viele Karten auch auf dem Handy, doch wenn das Handy keine Batterie mehr hat, ist die Karte auch weg. Deshalb ist es ratsam, Kartenmaterial der Region im Rucksack zu haben und eventuell ein extra GPS-Gerät einzupacken. Die Karte gibt außerdem einen Überblick über die Geländesituation und verrät, wie steil es ist.

Die Wanderkarte muss mit
Die Wanderkarte muss mit. © Pixabay/Leon_Ting

4. Erste-Hilfe-Set: Für den Notfall immer dabei

Auf das Erste-Hilfe-Set sollte nie verzichtet werden. Wanderungen führen meist weg von Ortschaften und Städten. Es geht ins unebene Gelände. Dort kann viel mehr passieren. Eine Schürfwunde am Knie ist nicht tragisch, doch besser ist es, wenn die Wunde gereinigt wird. Dreck in der Wunde könnte für Entzündungen sorgen. Anders ist es auch bei Verstauchungen. Wenn sich jemand nicht mehr selbst fortbewegen kann, sorgt beispielsweise die Gold-Silber-Folie dafür, dass der Körper nicht auskühlt. Ein paar Grundkenntnisse für die Erstversorgung sollten außerdem vorhanden sein.

5. Rucksack mit Wechselklamotten: Guter Begleiter

Viele Wanderer gehen lieber ohne Rucksack, weil es bequemer ist. Doch Erste-Hilfe-Set, Trinkflasche, Verpflegung und Wanderkarten müssen transportiert werden. Außerdem gehört immer eine Regenjacke ins Gepäck. Vor allem in den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. Ein Wechselshirt ist ebenfalls ratsam. Nach dem Gipfelanstieg sind Wanderer oft verschwitzt. Oben ist es meistens kälter. Um Erkältungen vorzubeugen und nicht auszukühlen, kann das Shirt gewechselt werden.

Rucksack Wandern
Im Rucksack finden neben der Trinkflasche auch ein Wechselshirt und das Erste-Hilfe-Set Platz. © Pixabay

6. Snacks, Wasser und Brotzeit: Verpflegung gehört dazu

Egal wie kurz die Tour auch scheint, Verpflegung gehört immer ins Gepäck. Vorab ist nie abzuschätzen, ob die Wanderung doch nicht länger wird. Vielleicht wird eine Abzweigung verpasst, oder der Körper macht aus irgendwelchen Gründen früher schlapp als sonst. Dann ist es wichtig, zumindest einen Energieriegel dabeizuhaben. Der nimmt nicht viel Platz weg und wiegt nicht viel. Was mehr wiegt, ist das Wasser. Doch wer dabei am Gewicht spart, spart an der falschen Stelle. Schließlich bewegt sich der Körper. Er schwitzt und braucht viel Flüssigkeit.

Brotzeit Berg
Eine gute Brotzeit füllt die Kraftreserven wieder auf. © Pixabay/Pixelschubbser99

7. Sonnenschutz: So hat der Sonnenbrand keine Chance

Beim Wandern geht es häufig zuerst durch Wälder und dann weiter hoch hinauf. Gerade in den höheren Lagen ist die Luft kühler. Die Sonne hat trotzdem jede Menge Kraft. Selbst an bewölkten Tagen ist die Strahlung nicht zu unterschätzen. Sonnencreme gehört deshalb zur Grundausstattung. Genauso wichtig sind eine Kopfbedeckung, die vor Sonne schützt und eine gute Sonnenbrille. Bei Sonnenbrillen muss darauf geachtet werden, dass die Gläser keine Kratzer haben und die Schutzkategorie an die Sonneneinstrahlung angepasst ist. Sonst können die Augen Schaden davontragen.

Was Anfänger über leichte Wanderwege wissen sollten

Einsteiger tasten sich über einfache Wanderungen an den Bergsport heran. Die zeichnen sich dadurch aus, dass die Wege häufig breit, nicht ausgesetzt und nicht zu steil sind. So können sich Anfänger an die Bewegung und die Gegebenheiten gewöhnen. Leichte Wanderwege sind blau markiert. Doch auch bei den blau markierten Steigen gibt es Unterschiede. Einige sind länger und somit konditionell fordernder als andere. Wer sich nicht sicher ist, wie viele Kilometer und Höhenmeter er schafft, sollte einen Wanderführer konsultieren. Grundsätzlich gilt: langsam beginnen und nie alle Kraftreserven aufbrauchen. Denn auch der Abstieg kostet noch Kraft.

Urlaub in den Bergen