Wartburg in Eisenach: Imposanteste Burg Deutschlands

Wartburg in Eisenach: Imposanteste Burg Deutschlands

2. September 2018

von: Katharina in Regionen

Ganz in der Mitte von Deutschland, hoch über der Stadt Eisenach im Thüringer Wald thront die imposante Wartburg. Die Burganlage wurde bereits Anfang des 11. Jahrhunderts von Ludwig dem Springer auf einem schmalen, schroffen Fels-Grat erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Anwesen mehrfach umgebaut und erweitert. Kaum ein anderes Bauwerk ist so mit der deutschen Geschichte verwurzelt wie diese weltbekannte Burg. Seit 1999 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jährlich besuchen rund 400.000 Menschen aus aller Welt dieses Thüringer Wahrzeichen. IndenBergen.de hat alles Wissenswerte rund um die Wartburg für Sie zusammengestellt.

Ein deutsches Nationaldenkmal – Wartburg in Eisenach

Die Wartburg ist untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden. Im 11. Jahrhundert als die wehrhafte Wach-Burg erbaut wurde, erlangte sie schon früh große Bedeutung. Mitte des 12. Jahrhunderts fiel die Burg in die Hände der Ludowinger, später übernahmen die Wettiner die Festung. Unter deren Herrschaft wurde das Anwesen kontinuierlich ausgebaut. Im 13. Jahrhundert lebte auf der Burg die später heiliggesprochene Elisabeth von Thüringen. In den Jahren 1521 und 1521 diente sie als Versteck für den Reformator Martin Luther. In dieser Zeit übersetze er das Neue Testament der Bibel ins Deutsche. Und auch Johann Wolfgang von Goethe verweilte mehrfach auf der Burg. Zudem war sie Veranstaltungsort mehrerer bedeutender studentischen Versammlungen, der so genannten Wartburgfeste.

Deutschlands imposanteste Burg

Die Wartburg erhebt sich etwa 220 Meter über der Stadt Eisenach. Geographisch liegt sie exakt in der Mitte von Deutschland. Als typische Abschnittsburg konzipiert, bestand sie ursprünglich aus vier Abschnitten, von denen heute nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten sind. Das heutige Erscheinungsbild der Wartburg geht größtenteils auf den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach zurück, der die Burg im 19. Jahrhundert restaurieren und erweitern ließ. Ausschlaggebend hierfür waren die Gedanken des Historismus und des wieder erstarkten Nationalismus des deutschen Kaiserreiches. Heute zieht sie Jahr für Jahr Besucherströme aus der ganzen Welt an.

Gut zu wissen: Die Legende um die Schwurschwerter der Wartburg

Der Sage nach soll Ludwig der Springer mit den Worten „Wart! Berg, du sollst mir eine Burg werden!“ die Gründung der Wartburg proklamiert haben. Es gab hierbei jedoch das Problem, dass der Hügel auf welchem die Burg erbaut werden sollte, nicht in seinem Besitz war. Eine Eroberung schien unmöglich. Daher griff Ludwig zu einem Trick. Von seinem eigenen Herrschaftsgebiet ließ er Erde herbeischaffen und diese auf dem Berg verstreuen. Die Ritter rammten ihre Schwerter in den Boden und schworen vor Gericht, dass diese vollständig in Erde aus seinem Territorium steckten. Umgehend wurde mit dem Bau begonnen. Die verwendeten Schwerter gingen als Schwurschwerter der Wartburg in die Geschichte ein.

Anreise, Preise und Öffnungszeiten

Die Wartburg ist 365 Tage im Jahr geöffnet. Von April bis November werden täglich von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr Führungen durch den Palast angeboten, in den Wintermonaten von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr. Im Anschluss können die Gäste individuell das Museum mit der Kunstsammlung und die berühmte Lutherstube besichtigen. Die Kosten hierfür betragen zehn Euro für Erwachsene, ermäßigt sieben bzw. fünf Euro. Kinder unter sechs Jahren sind frei. Eine Fotoerlaubnis (ohne Blitz und Stativ) ist für zwei Euro erhältlich. Die Auffahrt zur Burg befindet sich im Südviertel direkt an der B19. Unterhalb der Burg steht ein kostenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung. Der Anstieg beträgt rund 500 Meter. Für ältere oder gehbehinderte Besucher besteht ein Shuttel-Bus. Öffentlich ist die Wartburg mit den Buslinien 10 und 10a aus dem Stadtzentrum gut zu erreichen.

Praktische Informationen zur Region Thüringer Wald

Die Wartburg punktet mit einer landschaftlich überaus reizvollen Lage im Thüringer Wald, der für seine herausragenden Möglichkeiten vor allem bei Wanderern und Radfahrern sehr geschätzt ist. Auch die Burg selbst ist hervorragend über verschiedene Wander- und Radwegen, wie dem Lutherweg oder dem Herkules-Wartburg-Radweg, zu erreichen. Zudem befindet sich der Rennsteig, der berühmteste deutsche Wanderweg, ganz in der Nähe. Auch aus dem Zentrum von Eisenach führen zahlreiche Spazier- und Wanderwege hinauf zur Burg. Besonders beliebt ist der Luthererlebnispfad, der vom Eisenacher Marktplatz über den Schlossberg bis zu der Eselstation an der Wartburg führt.

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