Reichsburg Cochem: herausragendes Wahrzeichen an der Mosel

Reichsburg Cochem: herausragendes Wahrzeichen an der Mosel

30. September 2018

von: Katharina in Regionen

Die imposante Reichsburg thront hoch über Cochem in Rheinland-Pfalz. Das Wahrzeichen der Stadt an der Mosel ist dank ihrer exponierten Lage schon von Weitem gut zu sehen. Errichtet Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts, diente die Reichsburg im Mittelalter vorrangig als Zollburg. Im 17.Jahrhundert nahezu komplett zerstört, wurde das Anwesen später im Stil der Neugotik neu errichtet. Bis heute ranken sich viele Mythen und Legenden um die Burg. Das Kulturdenkmal ist nach der Haager Konvention im Kriegsfall vor Zerstörung oder Beschädigung geschützt und daher mit einem blau-weißen Schutzzeichen markiert. IndenBergen hat alles Wissenswerte rund um die Reichsburg Cochem für Sie zusammengestellt.

Ein beliebter Anlaufpunkt - Kulturelle Reichsburg

Das heutige Erscheinungsbild der Reichsburg Cochem wird maßgeblich durch die neu errichteten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert bestimmt. An einigen Stellen lässt sich jedoch auch heute noch die mittelalterliche Bausubstanz erkennen, so zum Beispiel an der Ringmauer, dem Hexenturm und dem Rittersaal. Weite Teile der Anlage können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Neben den beeindruckenden Räumen ist vor allem die wertvolle Inneneinrichtung sehenswert. Zu den kulturellen Veranstaltungen vor Ort zählen das jährlich im Sommer stattfindende dreitägige Burgfest mit Ritterspielen sowie die Cochemer Burgweihnacht. Einige Räume können für private Feiern und Veranstaltungen gemietet werden. Die Burgkapelle ist zudem ein beliebter Anlaufpunkt für Hochzeiten.

So entstand die Burganlage

Um die Gründungsgeschichte der Reichsburg ranken sich verschiedene Mythen. Erstmals gesichert ist die Existenz einer Burganlage in Cochem in einer Urkunde von 1130. Das Aussehen dieser ersten Burg ist aber weitgehend unbekannt. Im Jahre 1151 wurde die Anlage Verwaltungssitz für das umliegende Reichsgut und somit zur Reichsburg. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Anwesen mehrfach umgebaut bzw. erweitert. Im Jahre 1688 wurde die Burg von französischen Truppen erobert. Kurz darauf veranlasste der Befehlshaber ihre Zerstörung. Der Berliner Kaufmann und spätere Geheime Kommerzienrat Louis Fréderic Jacques Ravené kaufte 1868 die Ruine, um sie als Sommersitz im neugotischen Stil wieder aufzubauen. 1947 kam die Burg an das Land Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1978 kaufte sie die Stadt Cochem. Heute verwaltet die Reichsburg GmbH das Anwesen.

Gut zu wissen: Der Geheimgang

Ein besonderer Mythos rankt sich um das Romanische Zimmer, das ebenfalls im Rahmen der Burgführung zu besichtigen ist. An der einen Wand lassen sich zwei Geheimtüren entdecken. Die eine Türe führt in die Bibliothek. Die andere aber leitet den Weg in einen geheimen Tunnel unter der Burg. Dieser Geheimgang ist heute zugemauert. Gerüchten zufolge sollte er ursprünglich bis in die Stadt führen, gesichert ist dies jedoch nicht.

Anreise, Preise und Öffnungszeiten

Die Reichsburg Cochem ist täglich geöffnet. Eine direkte Anfahrt mit dem Auto, Bus bzw. Motorrad bis zur Burg ist nicht möglich. Die Fahrzeuge können auf den öffentlichen Parkplätzen in der Stadt abgestellt werden. Von dort ist die Anlage zu Fuß in circa 15 bis 30 Minuten zu erreichen. In der Sommersaison verkehrt zudem ein Reichsburg-Shuttle. Die Innenräume und Innenhöfe der Burg können nur im Rahmen einer rund 45-minütigen Burgführung besichtigt werden. Die Kosten hierfür betragen 6 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Schüler und Studenten sowie 3 Euro für Kinder ab sechs Jahren. Für die Kleinen empfiehlt sich die spannende und altersgerechte Geisterführung. Um das leibliche Wohl kümmert sich die Burgschänke.

Weiterführende Informationen zur Region Moseltal

Die Stadt Cochem mit seiner beeindruckenden Reichsburg liegt im idyllischen Moseltal, eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Die malerische Landschaft ist geprägt von einem stark mäandernden Verlauf der Mosel an dessen Ufer sich viele steile Weinbergterrassen erstrecken. Neben dem Weinbau ist die Region vor allem für ihre einzigartige Natur bekannt. Am besten lässt sich diese zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Gäste und Einheimische schätzen gleichermaßen das abwechslungsreiche, hervorragend gepflegte Netz aus Wander- und Radwegen in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Kulturinteressierte finden im Moseltal zudem zahlreiche sehenswerte Burgen, Ruinen und Kulturdenkmäler.

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