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Oberstdorf im Sommer
© Pixabay, Dominik Schraudolf

Oberstdorf ist vielen BergurlauberInnen vorwiegend für das riesige Wintersportangebot ein Begriff. Doch die Marktgemeinde im Oberallgäu, die von den Allgäuer Alpen umgeben ist, gilt für viele NaturliebhaberInnen ganzjährig als beliebtes Reiseziel. Im Sommer lädt die lebhafte Innenstadt zum Bummeln ein und die umliegenden Berge zum Wandern. Und auch wenn es ohne Wanderschuhe in Oberstdorf viel zu entdecken gibt – die wunderbare Natur- und Bergwelt erlebt man am besten zu Fuß. Besonders spektakulär sind diese fünf Wanderungen in Oberstdorf.

Wanderurlaub in Oberstdorf

Oberstdorf ist schon seit Jahren beliebt bei Wanderern und Bergsteigern aus dem In- und Ausland. Kein Wunder, bietet die Kleinstadt doch perfekte Bedingungen für einen aktiven Urlaub in den Bergen. Insgesamt können über 200 Kilometer Wander- und Radwege erkundet werden. Damit ist Oberstdorf zusammen mit dem benachbarten Kleinwalsertal das größte Bergsportgebiet am Nordrand der Alpen. Unterkünfte in Oberstdorf sind vielfältig, der Stadtbus bringt dich zu zahlreichen Startpunkten für Wanderungen und die Bergbahnen, die dir auch im Sommer mit den ersten Höhenmetern helfen, machen das Wandervergnügen perfekt.

Wandern in Oberstdorf
Die Allgäuer Alpen rund um Oberstdorf sind ein Paradies für Wanderer

1. Trettachtal – leichte Wanderung mit Christlessee als Highlight

Diese abwechslungsreiche und leichte Wanderung startet direkt in Oberstdorf. Sie führt mit nur wenigen Höhenmetern durch das Trettachtal, ein idyllisches Seitental. Obwohl der Hin- und Rückweg fast parallel laufen, kann die Tour als Rundweg begangen werden. Auf den 15 Kilometern passiert man unzählige Einkehrmöglichkeiten. Man wandert stets am wilden Flusslauf der Trettach entlang und in Spielmannsau hat man ein traumhaftes Panorama auf die wilden Felsformationen der Trettachspitze. Auf dem Rückweg lockt das wohl größte Highlight: Der kobaltblau schimmernde Bergsee Christlessee, der dank einer konstanten Wassertemperatur von 4° C auch im Winter nicht gefriert.

  •  Start: Oberstdorf
  •  Länge: 15 km | Dauer: 5 h | Höhenmeter: 233 m
  •  Schwierigkeitsgrad: leicht
  •  Beste Jahreszeit: ganzjährig, im Winter ist das letzte Stück nicht begehbar
  •  Gut zu wissen: viele gemütliche Einkehrmöglichkeiten

2. Breitachklamm am Engenkopf – leichte aber eindrucksvolle Wanderung

Die Breitachklamm in der Nähe von Oberstdorf ist sehr beeindruckend. Seit 10.000 Jahren gräbt sich das Wasser der Breitach seinen Weg durch das Gestein des Engenkopfes. Heute ist die Klamm gut ausgebaut und gesichert und zieht jährlich tausende Besucher an. Wer nicht nur durch die viel besuchte Klamm wandern möchte, geht weiter zum Engenkopf, der abseits der hochfrequentierten Wanderrouten liegt. Wähle den Rundweg, der sich durch schöne Aussichten, sonnige Blumenwiesen und viel Ruhe auszeichnet. Wer den Weg zur Alpe Osterberg auf sich nimmt, wird zum einen mit köstlichem Essen und zum anderen mit einem herrlichen Bergpanorama belohnt.

  •  Start: Parkplatz Breitachklamm
  •  Länge: 3,7 km | Dauer: 2 h | Höhenmeter: 189 m
  •  Schwierigkeitsgrad: leicht
  •  Beste Jahreszeit: Mai bis November
  •  Gut zu wissen: feucht und rutschig
Breitachklamm
© Pixabay, flyupmike
Ein Besuch der Breitachklamm ist an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung

3. Auf den Fellhorngrat – leichte, grenzgeniale Wanderung

An einem Tag sowohl in Österreich als auch in Deutschland wandern – das ist auf dem Fellhorngrat möglich. Dieser liegt an der Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg und garantiert artenreiche Botanik und sagenhafte Ausblicke. Gestartet wird an der Talstation der Fellhornbahn, mit der es hinauf zum Grat geht. Wer will, steigt an der Mittelstation aus und läuft einige Meter zu Fuß nach oben. Oben angekommen kann man nach rechts zur Söllereckbahn oder nach links zur Kanzelwandbahn wandern. Beide Touren sind empfehlenswert und locken mit köstlichen Einkehrmöglichkeiten.

  •  Start: Talstation Fellhornbahn
  •  Länge: 6 km | Dauer: 3 h | Höhenmeter: Ca. 700 m
  •  Schwierigkeitsgrad: leicht
  •  Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  •  Gut zu wissen: Wer möchte, kann sich am kleinen Kanzelwand-Erlebnis-Klettersteig probieren

4. Zum unteren Gaisalpsee – mittelschwere, familienfreundliche Wanderung

Besonders schön ist die Wanderung auf dem Tobelweg zur Richteralpe und weiter zum unteren Gaisalpsee. Der Hochgebirgssee liegt unter den schroffen Gipfeln des Rubihorns und des Nebelhorns und schimmert an jedem Tag in einem anderen Grünton. Von Reichenbach kommend, ist aber bereits der Weg ein echtes Highlight. Es geht durch dichten Wald und schattig auf dem Tobelweg nach oben. Stets ganz eng am Fluss entlang gehen, dann kann man auch kleinere Wasserfälle sehen. Erste Erholung bietet die Gaisalpe mit hervorragenden Spezialitäten, bei der man sich unbedingt stärken sollte, denn es warten noch ein paar Höhenmeter bis zum Gaisalpsee. Der ist wunderschön idyllisch gelegen und macht mit eiskaltem Wasser müde Füße wieder munter. Zurück geht’s auf dem gleichen Weg.

  •  Start: Reichenbach
  •  Länge: 8,6 km Dauer: 4 h | Höhenmeter: 660 hm
  •  Schwierigkeitsgrad: mittel
  •  Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  •  Gut zu wissen: Einige Kraxelstellen mit Tritthilfen und Drahtseil, die jedoch nicht exponiert sind. Die Tour wird auch gerne von Familien unternommen.

5. In das Oytal – leichte, wildromantische Wanderung

Eine Wanderung in das idyllische Oytal sollte bei einem Urlaub in Oberstdorf unbedingt auf deiner To Do Liste stehen. Auch diese Wanderung beginnt entlang der Trettach, doch schon nach 4 km zweigt man links auf den Dr. Hohenadl-Weg in das Oytal ab. Schattige Wälder, hohe Steilwände, atemberaubende Bergkulissen warten in dem Seitental auf Wanderer und vor allem ab dem Oytalhaus wird die Natur wildromantisch und unberührt. Wer die Wanderung etwas verlängert, kann den Stuibenfall, einen der größten Wasserfälle in der Oberstdorfer Region, und die 2.259 Meter hohe Höfats bewundern.

  •  Start: Nebelhornbahn Talstation
  •  Länge: 10 km Dauer: 3,5 h | Höhenmeter: 230 m
  •  Schwierigkeitsgrad: leicht
  •  Beste Jahreszeit: ganzjährig
  •  Gut zu wissen: Kann beliebig verlängert werden
Wandern im Oytal
© Pixabay, Hans
Wandern im Oytal in den Allgäuer Alpen

Von Oberstdorf ins Kleinwalsertal

Nicht nur in Oberstdorf locken fabelhafte Wanderungen, Klettersteige und Touren, es lohnt sich auch das angrenzende Kleinwalsertal zu erkunden. Wer in das Vorarlberger Hochtal möchte, muss über Oberstdorf anreisen. Denn das Kleinwalsertal in den Allgäuer Alpen ist fast vollständig von hohen Bergen umschlossen. Nicht nur, dass man dort hervorragend wandern kann, im Winter sind es die tollen Skipisten, die Besucher anlocken. 185 km markierte Wege ermöglichen schöne Hüttentouren und spektakuläre Gipfelziele. Wer mehr über die Kultur im Kleinwalsertal lernen will, kann einen der zahlreichen Kulturwege begehen.

3238 - Summer - Nicole

Über Nicole

Nicole liebt kurze Bergläufe nach der Arbeit in ihrer Heimat dem Salzkammergut oder endlos lange Weitwanderungen irgendwo in der Welt. Egal ob 30 Minuten oder 30 Tage, hauptsache in den Bergen.