5 spektakuläre Wanderungen, die sie in Oberstdorf gemacht haben müssen

5 spektakuläre Wanderungen, die sie in Oberstdorf gemacht haben müssen

11. November 2018

von: Lena in Regionen

Oberstdorf ist das Ziel vieler Wanderer und Bergsteiger, da es eine Menge zu bieten hat, allen voran hervorragende Wanderungen. Die Kleinstadt ist für Touristen und Wanderfans perfekt ausgelegt, denn es gibt unzählige Hotels, Pensionen und Gasthöfe, um Bergfans zu beherbergen und zu verköstigen. Ebenfalls ein Pluspunkt ist der Stadtbus, der Wanderer zu jedem Startpunkt bringt oder an unzähligen Wanderzielen abholt. So kann man fast ohne Auto unterwegs sein und trotzdem flexibel. Was das Wandervergnügen perfekt macht, sind die drei Bergbahnen, die rund um die Stadt liegen und jeden auf den Gipfel fahren, der dort die Aussicht oder feinste Routen genießen will.

1. Trettachtal - leichte Wanderung mit Christlessee als Highlight

Diese abwechslungsreiche und leichte Wanderung startet direkt in Oberstdorf. Sie führt mit nur wenigen Höhenmetern hinein ins Trettachtal. Obwohl Hin- und Rückweg fast parallel laufen, führen sie über unterschiedliche Kieswege. Auf den 15 Kilometern passiert man unzählige Almen, Cafés und Restaurants. Diese gastfreundschaftlichen Einkehrmöglichkeiten locken viele Besucher. Man wandert stets am wilden Flusslauf der Trettach entlang, dabei geht es über sonnige Lichtungen und schattige Alleen. In Spielmannsau hat man ein traumhaftes Panorama auf die wilden Felsformationen der Trettach. Und auch auf dem Rückweg lockt ein Highlight, der kobalt-blau schimmernde Bergsee Christlessee.

  • Start: Oberstdorf
  • Länge: 15 km Dauer: 5 h | Höhenmeter: 233 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig, im Winter ist das letzte Stück nicht begehbar
  • Gut zu wissen: Viele Einkehrmöglichkeiten

2. Breitachklamm an den Engenkopf – leichte aber eindrucksvolle Wanderung

Die Breitachklamm in der Nähe von Oberstdorf ist sehr eindrucksvoll. Seit 10.000 Jahren gräbt sich das Wasser der Breitachklamm einen Weg durch die Schlucht. Mittlerweile ist die Klamm hervorragend ausgebaut und zieht jährlich tausende Besucher an. Wer nicht nur durch die Klamm wandern will, geht weiter zum Engenkopf. Am oberen Eingang überquert man auf dem Zwingsteg die Klamm, dann geht es etwas steiler hinauf zum Engenkopf. Dort wählt man den Rundweg, der sich mit schönen Aussichten, sonnigen Blumenwiesen und viel Ruhe auszeichnet. Wer den Weg zur Alpe Osterberg auf sich nimmt, wird zum einem mit köstlichem Essen und zum anderen mit einem herrlichen Bergpanorama belohnt.

  • Start: Parkplatz Breitachklamm
  • Länge: 3,7 km Dauer: 2 h | Höhenmeter: 189 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Mai bis November
  • Gut zu wissen: Feucht und rutschig

3. Auf den Fellhorngrat – leichte, grenzgeniale Wanderung

An einem Tag sowohl in Österreich als auch in Deutschland wandern – das ist möglich, wenn man auf dem Fellhorngrat wandelt. Dieser trennt die beiden Länder, und das sieht man dieser wunderschönen Bergkulisse zum Glück nicht an. Gestartet wird an der Fellhornbahn Talstation, mit der es hinauf zum Grat geht. Wer will, steigt an der Mittelstation aus und läuft einige Meter zu Fuß nach oben. Nun kann man nach rechts zur Söllereckbahn laufen oder man dreht sich nach links und geht bis zur Kanzelwandbahn. Beide Touren sind empfehlenswert. Wer sich nach links begibt, kann den kleinen Kanzelwand-Erlebnis-Klettersteig ausprobieren, der einfach ist. So oder so locken einige Bergstationen mit köstlichen Jausen zum Ausruhen und Gucken. Denn auf dem Fellhorngrat oben ist die Aussicht fabelhaft.

  • Start: Talstation Fellhornbahn
  • Länge: 6 km Dauer: 3 h | Höhenmeter: Ca. 700 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Gut zu wissen: Kleiner Klettersteig unterwegs

4. Zum Gaisalpsee – mittelschwere Wanderung nach oben

Besonders schön und actionreich ist die Wanderungen auf dem Tobelweg zum oberen Gaisalpe. Da locken gleich mehrere Vergnügen für den Wanderer. Gestartet wird am Wanderparkplatz in Reichenbach, da heißt es früh sein, denn man sollte schon um 8 Uhr losgehen. Es geht durch dichten Wald und schattig auf dem Tobelweg nach oben. Stets ganz eng am Fluss entlang, kann man auch kleinere Wasserfälle sehen. Erste Erholung bietet die Gaisalpe mit hervorragenden Spezialitäten, bei der man sich unbedingt stärken sollte, denn es warten weitere 700 Höhenmeter bis zum Gaisalpsee. Der ist wunderschön idyllisch gelegen und macht mit eiskaltem Wasser müde Füße wieder munter. Zurück geht’s auf dem gleichen Weg.

  • Start: Reichenbach
  • Länge: Ca. 10 km Dauer: 6 h | Höhenmeter: 1.000 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  • Gut zu wissen: Wanderstöcke sind hilfreich

5. Ins Oytal – leichte, wildromantische Wanderung

Nahe der Nebelhornbahn in Oberstdorf liegt die Mühlenbrücke, bei welcher die Wanderung ins Oytal startet. Zunächst an der Trettach entlang, läuft man fast bis nach Gruben. Über den Dr.-Hohenadl-Weg geht es dann entlang des Oybachs in das höher liegende Seitental hinauf. Das spendet an heißen Tagen angenehmen Schatten. Wer es bis zum Oytalhaus geschafft hat, findet ein Kulisse vor, die beeindruckender nicht sein könnte. Grasflanken im Kontrast mit Felsgipfeln erfreuen das Auge. Der Rückweg ist zunächst gleich, bevor man dann über die befestigte Alpstraße in den Oberstdorfer Talkessel wandert. Wer die Wanderung etwas verlängert, kann den Stuibenfall und die Höfats bewundern.

  • Start: Nebelhornbahn Talstation
  • Länge: 10 km Dauer: 3,5 h | Höhenmeter: 230 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig
  • Gut zu wissen: Kann beliebig verlängert werden

Von Oberstdorf ins Kleinwalsertal

Nicht nur in Oberstdorf locken fabelhafte Wanderungen, Klettersteige und Touren, es lohnt sich auch, noch weiter ins Kleinwalsertal hinein zu fahren. Denn wer dorthin will, muss über Oberstdorf anreisen. Das hochgelegene Kerbtal in den Allgäuer Alpen ist fast vollständig von hohen Bergen umschlossen. Nicht nur, dass man dort hervorragend wandern kann, auch im Winter locken tolle Skipisten die Besucher an. 185 km markierte Wege erlauben auch das Wandern von Hütte zu Hütte, z.B. mit einer mehrtägigen Hüttentour. Wer mehr über die Kultur im Kleinwalsertal lernen will, der hat auch die Chance einen der zahlreichen Kulturwege zu begehen. Neben Geschichte locken im Oberstdorf auch Spezialitäten aus den Almküchen.

Von: Sigrid LinnSuper Wandertipps op 15. November 2018

Super Wandertipps!

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Urlaub in den Bergen