Apfelstrudel und Österreich sind untrennbar miteinander verbunden. Dieses köstliche, süße und traditionelle Gericht steht in fast jeder Berghütte auf der Speisekarte. Offiziell ist er ein Dessert, aber unserer Meinung nach eignet sich Apfelstrudel auch hervorragend als Zwischenmahlzeit! Natürlich mit viel Vanillesauce und einem großen Klecks Schlagsahne. In diesem Rezept erfährst du, wie du selbst den perfekten Apfelstrudel zubereitest – mit dem richtigen Verhältnis von Äpfeln, Zimt und einer luftigen Teigkruste. Außerdem haben wir Tipps für die perfekte Füllung und Variationen für zusätzlichen Geschmack für dich.
Kurz zusammengefasst
- Klassische Füllung: Äpfel, Rosinen, Zimt, Zucker.
- Teig-Tipps: Für eine knusprige Kruste dünn ausrollen.
- Variationen: Für zusätzlichen Crunch Mandeln oder Walnüsse hinzufügen.
- Servieren: Köstlich mit Vanillesauce oder etwas Puderzucker.
Apfelstrudel-Rezept: Zutaten und benötigte Utensilien
Apfelstrudel selbst zu machen, macht nicht nur Spaß, sondern ist auch unglaublich lecker. Wenn du ihn nach dem traditionellen Rezept zubereitest, bist du zwar ein bis zwei Stunden beschäftigt, aber das ist es auf jeden Fall wert. Natürlich kannst du auch schummeln, indem du den Teig nicht selbst zubereitest. Kaufe in diesem Fall eine Rolle fertigen Blätterteig oder Filoteig. Du möchtest den allerleckersten Apfelstrudel überhaupt essen? Dann starte mit diesem Rezept.
Für den Teig
- 200 Gramm Mehl plus etwas Mehl zum Bestäuben
- 100 Gramm Butter
- 100 Milliliter Wasser
- 20 Gramm Sonnenblumenöl
- 2 Gramm Salz
- Für die Füllung
- 1 Kilogramm säuerliche Äpfel, zum Beispiel Elstar oder Jonagold
- 150 Gramm Rosinen, in warmem Wasser eingeweicht (Stroh-Rum ist ebenfalls möglich)
- 2 Esslöffel Zucker
- Saft einer halben Zitrone
- 1 Teelöffel Zimt
Für die Brotkrumenmischung
- 150 Gramm Weißbrot, Kastenweißbrot
- 10 Gramm Vanillezucker
- 10 Gramm Zucker
- 100 Gramm Butter
Für die Vanillesauce
- 3 Eigelb
- 60 Gramm Zucker
- 1 Vanilleschote
- 150 Milliliter Milch
- 150 Milliliter Schlagsahne
Benötigte Utensilien
- Backblech
- Auflaufform
- Küchentuch, zum Ausrollen des Teigs
- Ofentemperatur: 180 °C, Ober- und Unterhitze
Apfelstrudel selbst backen – Schritt für Schritt
So bereitest du den leckersten Apfelstrudel selbst zu
Schritt 1: Den Teig zubereiten
Bereite zuerst den Teig zu. Dieser muss anschließend ruhen. Vermische in einer großen Schüssel Mehl, Öl, Salz und Wasser. Die Butter benötigst du erst später! Knete den Teig gründlich durch, bis er weich und geschmeidig ist. Das dauert ungefähr 10 Minuten. Tipp: Ist dein Teig nach 3 Minuten Kneten noch viel zu feucht? Dann füge etwas Mehl hinzu. Umgekehrt kannst du auch zusätzliches Wasser hinzufügen, wenn der Teig zu trocken ist. Gib den Teig anschließend zurück in die Schüssel und lasse ihn mindestens 30 Minuten ruhen.
Schritt 2: Die Füllung vorbereiten
Bereite die Füllung zu. Schäle die Äpfel, entferne die Kerngehäuse und schneide sie in Stücke. Vermische die Äpfel in einer großen Schüssel mit den restlichen Zutaten für die Füllung und stelle die Schüssel beiseite.
Schritt 3: Die Brotkrumenmischung zubereiten
Für die Brotkrumenmischung entfernst du die Rinde vom Brot und hackst das Innere so fein wie möglich. Du kannst dafür auch eine Küchenmaschine verwenden. Schmelze währenddessen die Butter in der Pfanne. Rühre den Zucker und den Vanillezucker unter und füge die Brotkrumen hinzu. Brate alles, bis die Krümel goldbraun sind und himmlisch duften. Nimm sie aus der Pfanne und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
Schritt 4: Den Teig ausrollen
Jetzt kommt der schwierigste Schritt. Der Teig hat mindestens 30 Minuten geruht und muss nun hauchdünn ausgerollt werden. Lege ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech bereit und breite ein sauberes Küchentuch auf dem Tisch aus. Bestäube das Küchentuch mit Mehl und lege die Teigkugel darauf. Du wirst es jetzt vielleicht noch nicht glauben, aber wenn du fertig bist, hast du eine Teigplatte von ungefähr 1 × 1 Meter. Sie muss so dünn sein, dass man fast hindurchsehen kann! Rolle den Teig zunächst mit einem Nudelholz aus, benutze aber auch deine Hände. Entstehen dabei einige kleine Risse? Kein Problem – versuche einfach, sie mit der Hand wieder zusammenzudrücken.
Schritt 5: Den Strudel aufrollen
Schmelze die Butter und bestreiche den Teig mithilfe eines Pinsels damit. Verteile etwa 20 Zentimeter vom Rand entfernt eine etwa 20 Zentimeter breite Bahn aus Brotkrumen – nicht ganz bis zum Ende des Teigs. Verteile die Apfelmischung darauf. Klappe zunächst die 20 Zentimeter breite Teigpartie über die Füllung und verwende anschließend das Küchentuch, um den Apfelstrudel weiter aufzurollen. Dadurch entstehen die Schichten im Teig. Lege den Apfelstrudel vorsichtig auf das Backblech und bestreiche die Oberseite mit der restlichen Butter. Schiebe das Backblech in den Ofen und backe den Strudel 40 bis 60 Minuten bei 190 °C, bis der Teig goldbraun ist.
Schritt 6: Die Vanillesauce zubereiten
Bereite währenddessen die Vanillesauce zu. Halbiere die Vanilleschote und kratze das Mark heraus. Gib das Vanillemark zusammen mit dem Zucker, der Vanilleschote, der Sahne und der Milch in einen Topf. Erhitze die Mischung, bis der Zucker geschmolzen ist. Nimm eine saubere Schüssel und verrühre darin die Eigelbe glatt. Gib anschließend die warme Milchmischung langsam dazu, während du ständig weiterrührst. Gieße die Mischung zurück in den Topf und rühre weiter, bis die Sauce dicker wird.
Schritt 7: Servieren
Nimm den Apfelstrudel aus dem Ofen und schneide ihn in dicke Scheiben. Serviere ihn mit der warmen Vanillesauce und nach Wunsch mit einem Klecks Schlagsahne oder Vanilleeis.
Guten Appetit!
Variationen des klassischen Apfelstrudels
Möchtest du deinem Apfelstrudel eine besondere Note verleihen? Dann probiere diese Variationen aus:
- Nussstrudel: Füge der Füllung gehackte Mandeln oder Walnüsse hinzu, um für zusätzlichen Biss zu sorgen.
- Kirschstrudel: Ersetze die Äpfel durch Kirschen und bereite eine sommerliche Variante dieses Bergklassikers zu.
- Zuckerfreie Variante: Verwende einen Zuckerersatz wie Stevia oder etwas Honig für eine zuckerfreie Version des Apfelstrudels.
Tipps für den perfekten Apfelstrudel
- Dünne Teigschicht: Je dünner du den Teig ausrollst, desto leckerer und knuspriger wird die Kruste.
- Verwende einen festen Apfel: Wähle einen festen Apfel, der beim Backen nicht schnell auseinanderfällt, zum Beispiel Elstar oder Jonagold.
- Die Füllung gut abtropfen lassen: Achte darauf, dass die Apfelfüllung gut abtropft, damit der Strudel nicht zu feucht wird.
- Gleichmäßig backen: Drehe den Strudel nach der Hälfte der Backzeit um, damit er eine gleichmäßig goldbraune Farbe bekommt.
Die Geschichte des Apfelstrudels
Der Apfelstrudel ist eng mit der österreichischen Küche verbunden und gilt heute als einer ihrer bekanntesten Klassiker. Seine Ursprünge reichen jedoch wahrscheinlich bis in den orientalischen und osmanischen Raum zurück, wo bereits feine, gefüllte Teiggebäcke zubereitet wurden. Über den Balkan gelangte diese Art der Zubereitung nach Mitteleuropa und entwickelte sich insbesondere in Österreich weiter. Das älteste bekannte Apfelstrudel-Rezept stammt aus dem Jahr 1696 und befindet sich heute in einem Wiener Kochbuch. Im Laufe der Zeit wurde der Apfelstrudel zu einem festen Bestandteil der österreichischen Mehlspeisenküche und verbreitete sich von dort aus in viele Länder.