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5 Pflanzen, die jeder Wanderer kennen sollte

Edelweiß

Wanderern begegnen auf ihren Touren in den Bergen zahlreichen Blumen und Pflanzen am Wegesrand. Beim Vorbeigehen sehen sich diese auf den ersten Blick einander doch sehr ähnlich. Welche davon war jetzt noch einmal giftig und welche sollte man wirklich nicht anfassen? Welche stand unter Naturschutz und darf auf keinen Fall gepflückt werden? Gar nicht so einfach, sich das alles zu merken. Deswegen stellt IndenBergen 5 Pflanzen vor, die jeder Wanderer kennen sollte.

Kurz zusammengefasst

  • Wir stellen fünf Pflanzen vor, die Wanderer in den Alpen kennen sollten: den Blauen Eisenhut, das Edelweiß, die Tollkirsche, die Arnika und das Kleine Springkraut.
  • Zum Thema Sicherheit in den Bergen: Welche Pflanzen sind giftig, woran erkennt man sie und warum können manche Arten für Menschen gefährlich werden?
  • Zudem erfährst du, welche Pflanzen unter Naturschutz stehen. Das Edelweiß gilt als Wahrzeichen der Alpen und darf in vielen Regionen nicht gepflückt werden.

1. Blauer Eisenhut

Von dieser Pflanze sollten sich Wanderer, die in den Bergen unterwegs sind, sicherheitshalber fernhalten, denn der blaue Eisenhut gehört zu den giftigsten Gewächsen Europas. Unumstritten ist jedoch die Schönheit dieser Blume. Dennoch ist Abstand geboten, da alle Teile der Blume giftig sind. Da das Gift auch über die Haut eintritt, sorgt bereits eine leichte Berührung für Taubheitsgefühle an den betreffenden Stellen. In den Allgäuer Alpen ist der Blaue Eisenhut in Vorarlberg am Gipfel des Elferkopfs bis auf einer Höhe von 2.380 Metern zu finden.

2. Edelweiß

Diese Blume bekommen Wanderer in der freien Natur heutzutage nur noch sehr selten zu Gesicht, dennoch ist das Edelweiß eine der bekanntesten Alpenblumen. Die Pflanze gilt als stark gefährdet, was früher durch teilweise gewerbsmäßiges Pflücken verursacht wurde. In Deutschland, Österreich und der Schweiz steht das Edelweiß mittlerweile unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. Wanderer, die also das Glück haben, auf ihren Touren einem Edelweiß zu begegnen, sollten sich freuen, zahlreiche Fotos machen und die Pflanze an ihrem natürlichen Platz zurücklassen.

3. Tollkirschen

Auch hier gilt für Wanderer und BergsteigerInnen: Finger weg. Denn so köstlich die kleinen dunklen Früchte aussehen und so sehr sie an Kirschen erinnern, Tollkirschen sind hochgiftig. Sie verursachen zuerst einen Rausch, dann eine Lähmung und schließlich einen Kollaps. Im schlimmsten Fall führt der Verzehr zum Tod durch Herz- und Atemstillstand. Aus diesem Grund sollten gerade Wanderer, die mit kleinen Kindern unterwegs sind, genau hinschauen, was die Kids am Wegesrand entdecken. Für Kinder kann bereits eine Dosis von drei Beeren tödlich sein, bei Erwachsenen sind es zehn Beeren.

4. Arnika

Die Heilpflanze Arnika wird schnell zur besten Freundin eines jeden Wanderers und Bergsteigers. Spätestens dann, wenn abends die Schuhe ausgezogen werden und die Füße schmerzen oder die Beine so schwer sind, dass man keinen Schritt mehr laufen kann. Denn Arnika wird als Heilkraut für zahlreiche Salben und Cremes verwendet, die bei Muskelkater, Zerrungen oder Verstauchungen Linderung verschaffen. Trotzdem sollten Wanderer die Pflanze nicht einfach zur Selbstmedikation mitnehmen, da das Kraut sehr scharf ist und Allergien auslösen kann.

Arnica
© Pixabay
Wanderer lieben Arnika

5. Kleines Springkraut

Das kleine Springkraut am Wegesrand hat noch jeden Wanderer dazu gebracht, einmal kurz stehenzubleiben und ein paar Sekunden Spaß zu haben. Dies gilt besonders, wenn kleine Kinder dabei sind, denn die prall gefüllten Samen dieser Blume springen bei der kleinsten Berührung auf. Eltern müssen sich hier auch keine Sorgen machen, denn die Pflanze ist nicht giftig und schadet nicht. In den Allgäuer Alpen ist das kleine Springkraut bis auf eine Höhe von 1.200 Metern zu finden.

Pflanzen in den Alpen

In den Alpen ist die Zahl verschiedenartiger Pflanzen groß und vielfältig. Insgesamt sind dort etwa 4.500 verschiedene Pflanzenarten zu finden, was etwa 40 Prozent der Pflanzen Europas ausmacht. Gerade deswegen ist das Ökosystem Alpen so empfindlich, dass es im besten Fall in seinem Originalzustand belassen werden sollte. Angesichts dessen ist es an Wanderern und Bergsteigern, nichts aus dem empfindlichen natürlichen Gleichgewicht mitzunehmen und gleichzeitig auch nichts hinzuzufügen.

Kind pflückt Blumen

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Pflanzen in den Alpen

Welche Pflanzen sollten Wanderer in den Alpen kennen?

Zu den bekanntesten Alpenpflanzen gehören Edelweiß, Arnika, Blauer Eisenhut, Tollkirsche und verschiedene Enzianarten. Einige Pflanzen sind geschützt, andere können giftig sein. Deshalb lohnt es sich für Wanderer, die häufigsten Arten zu kennen.

Welche giftigen Pflanzen gibt es in den Alpen?

Zu den gefährlichsten Giftpflanzen in den Alpen zählen der Blaue Eisenhut und die Tollkirsche. Bereits kleine Mengen können gesundheitliche Beschwerden verursachen. Wanderer sollten unbekannte Pflanzen grundsätzlich weder pflücken noch verzehren.

Ist der Blaue Eisenhut wirklich so gefährlich?

Ja, der Blaue Eisenhut gilt als eine der giftigsten Pflanzen Europas. Alle Pflanzenteile enthalten starke Giftstoffe. Schon Hautkontakt kann bei empfindlichen Personen Reizungen hervorrufen, während der Verzehr lebensgefährlich sein kann.

Darf man Edelweiß in den Alpen pflücken?

Nein. Das Edelweiß steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Naturschutz. Das Pflücken der Pflanze ist verboten und kann je nach Region mit Bußgeldern geahndet werden.

Wo wächst Edelweiß in den Alpen?

Edelweiß wächst vor allem in hochalpinen Regionen auf kalkhaltigen Böden. Die Pflanze bevorzugt sonnige, trockene Standorte und ist meist in Höhenlagen zwischen 1.500 und 3.000 Metern anzutreffen.

Wofür wird Arnika verwendet?

Arnika ist eine traditionelle Heilpflanze und wird häufig in Salben, Cremes und Gelen eingesetzt. Sie wird vor allem zur unterstützenden Behandlung von Prellungen, Verstauchungen und Muskelbeschwerden verwendet.

Kann man wilde Beeren in den Alpen essen?

Nicht alle Beeren in den Alpen sind essbar. Besonders die Früchte der Tollkirsche sehen verlockend aus, sind aber hochgiftig. Deshalb sollten nur Beeren verzehrt werden, die eindeutig bestimmt werden können.

Welche Pflanzen stehen in den Alpen unter Naturschutz

Zu den bekanntesten geschützten Alpenpflanzen zählen Edelweiß, verschiedene Enzianarten, Frauenschuh-Orchideen und einige seltene Alpenblumen. Sie dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden.

Warum sollten Wanderer Alpenpflanzen kennen?

Wer Pflanzen in den Alpen erkennt, kann giftige Arten vermeiden, geschützte Pflanzen respektieren und die Natur bewusster erleben. Das Wissen erhöht die Sicherheit beim Wandern und trägt zum Schutz der alpinen Flora bei.

Wann blühen die meisten Alpenpflanzen?

Die Hauptblütezeit vieler Alpenpflanzen liegt zwischen Juni und August. Je nach Höhenlage kann die Blüte jedoch bereits im Mai beginnen oder bis in den September andauern.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.