5 Pflanzen, die jeder Wanderer kennen sollte

5 Pflanzen, die jeder Wanderer kennen sollte

28. März 2018

von: Sarah in Wissen

Wanderer begegnen auf ihren Touren in die Berge zahlreichen Blumen und Pflanzen am Wegesrand. Beim Vorbeigehen sehen diese auf den ersten Blick einander doch sehr ähnlich. Welche davon war jetzt noch einmal giftig und welche sollte man wirklich nicht anfassen? Welche stand unter Naturschutz und darf auf keinen Fall gepflückt werden? Gar nicht so einfach, sich das alles zu merken. Da kann es sicher nicht schaden, wenn Wanderer ein paar Pflanzen kennen, die häufig in den Bergen vorkommen. Deswegen stellt IndenBergen 5 Pflanzen vor, die jeder Wanderer kennen sollte.

1. Blauer Eisenhut

Vor dieser Pflanze sollten sich Wanderer, die in den Bergen unterwegs sind, sicherheitshalber fernhalten, denn der blaue Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas. Unbestreitbar sieht diese Pflanze schön aus, trotzdem ist Abstand geboten, denn alle Teile der Blume sind giftig. Da das Gift auch über die Haut eintritt, sorgt selbst eine leichte Berührung für Taubheitsgefühle an den betreffenden Stellen. In den Allgäuer Alpen ist die Pflanze in Vorarlberg am Gipfel des Elferkopfs bis auf einer Höhe von 2.380 Metern zu finden.

Blaue Eisenhut
Wunderschön aber sehr giftig - der Blaue Eisenhut (Foto: Pixabay)

2. Edelweiß

Diese Blume bekommen Wanderer heutzutage nur noch sehr selten zu Gesicht, trotzdem ist das Edelweiß eine der bekanntesten Alpenblumen. Die Pflanze gilt in Deutschland als stark gefährdet, was früher teilweise durch gewerbsmäßiges Pflücken verursacht wurde. In Deutschland, Österreich und der Schweiz steht das Edelweiß unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. Wanderer, die also das Glück haben, auf ihren Touren einem Edelweiß zu begegnen, sollten sich freuen, zahlreiche Fotos machen und dann die Pflanze an ihrem natürlichen Platz zurücklassen.

bekannteste Pflanze der Alpen
Zweifelsfrei die bekannteste Pflanze der Alpen - der Edelweiß (Foto: Pixabay)

3. Tollkirschen

Auch hier gilt für Wanderer und Bergsteiger: Finger weg. Denn so köstlich die kleinen dunklen Früchte aussehen und so sehr sie an Kirschen erinnern, Tollkirschen sind hochgiftig und verursachen zuerst einen Rausch, dann eine Lähmung und schließlich einen Kollaps. Sie können im schlimmsten Fall einen Tod durch Herz- und Atemstillstand verursachen. Deswegen sollten gerade Wanderer, die mit kleinen Kindern unterwegs sind, genau hinschauen. Für Kinder kann bereits eine Dosis von drei Beeren tödlich sein, bei Erwachsenen sind es zehn Beeren.

hochgiftige bergpflanze
Zum anbeißen lecker und doch hochgiftig - Tollkirschen (Foto: Pixabay)

4. Arnika

Arnika (und nicht Anika ☺) wird schnell zur besten Freundin jedes Wanderers und Bergsteigers. Spätestens dann, wenn abends die Schuhe ausgezogen werden und die Füße schmerzen oder die Beine so schwer sind, dass man keinen Schritt mehr laufen kann. Denn Arnika wird als Heilkraut für zahlreiche Salben und Cremes verwendet, die bei Muskelkater, Zerrungen oder Verstauchungen Linderung verschaffen. Trotzdem sollten Wanderer die Pflanze nicht einfach zur Selbstmedikation mitnehmen, da das Kraut sehr scharf ist und Allergien auslösen kann.

gegen Wanderer-Schmerzen
Ein Heilkraut gegen Wanderer-Schmerzen - Arnika (Foto: Pixabay)

5. Kleines Springkraut

Das kleine Springkraut am Wegesrand hat noch jeden Wanderer dazu gebracht, einmal kurz stehen zu bleiben und ein paar Sekunden Spaß zu haben. Dies gilt besonders, wenn kleine Kinder dabei sind, denn die prall gefüllten Samen dieser Blume springen bei der kleinsten Berührung auf. Eltern müssen sich hier keine Sorgen machen, denn die Pflanze ist nicht giftig und schadet nicht. In den Allgäuer Alpen ist die Pflanze bis auf eine Höhe von 1.200 Metern zu finden.

Kleines, Kleinblütiges sibirisches Springkraut
Kleines, kleinblütiges auch Sibirisches Springkraut genannt (Foto: Pixabay)

Pflanzen in den Alpen

In den Alpen ist die Anzahl verschiedener Pflanzen groß und vielfältig. Insgesamt sind dort etwa 4.500 verschiedene Pflanzenarten zu finden, was etwa 40 Prozent der Pflanzen Europas ausmacht. Gerade deswegen ist das Ökosystem Alpen so empfindlich, sodass es im besten Fall in seinem Originalzustand belassen werden sollte. Gerade deswegen ist es an Wanderern und Bergsteigern, nichts aus dem empfindlichen natürlichen Gleichgewicht mitzunehmen, aber gleichzeitig auch nichts hinzuzufügen.

Urlaub in den Bergen