7 Gerichte, die man in den Schweizer Alpen essen sollte

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7 Gerichte, die man in den Schweizer Alpen essen sollte

31 März 2020

von: Tanja in Rezepte

Käse und Schokolade sind die Exportschlager aus der Schweiz. Sie überzeugen auf der ganzen Welt mit Qualität und Geschmack. Doch die traditionelle Schweizer Küche kann weitaus mehr. Wie wäre es etwa mit deftigen Älplermagronen, einem herzhaften Capuns oder einer krossen Rösti mit Spiegelei und Speck? In den Schweizer Alpen wird nicht nur gerne und oft gewandert, sondern auch extrem gerne gegessen. IndenBergen hat für Wanderfreunde und Naturliebhaber sieben Gerichte zusammengestellt, die man in den Schweizer Alpen essen sollte.

Älplermagronen – deftige Pasta

Dieses typische Schweizer Gericht besteht aus Teigwaren, Kartoffeln, Rahm, Käse und Zwiebeln. Als „Älpler“ bezeichnet man in der Schweiz die Sennen auf den Alpen. Magronen wurde vom italienischen Wort „maccheroni“ abgeleitet. Die Maccheroni, also die Teigwaren, kamen auch erst in die Zentralalpen als der Gotthardtunnel gebaut wurde und die italienischen Arbeiter ihre Pasta vom Heimatland mitbrachten, die sich dann schnell in der Schweiz verbreitete. Heutzutage werden für die Älplermagronen anstelle von Maccheroni auch gerne Penne verwendet. Als traditionelle Beilage wird Apfelmus serviert. Je nachdem, wo man sich in den Schweizer Alpen befindet, werden Schinkenstreifen, geröstete Speckwürfel oder Cervelat hinzugefügt.

Älplermagronen
Deftige Pasta, traditionell mit Apfelmus (Foto: © Switzerland Tourismus)

Die Rösti – berühmter Kartoffelfladen

Was man bei einem Ausflug in die Schweizer Alpen sicher einmal gegessen haben muss, ist die Rösti oder von Einheimischen auch gerne „Rööschti“ genannt. Die deutsch-schweizerische Spezialität besteht allein aus geriebenen und gekochten „Gschwellti“ (Pellkartoffeln), die nur durch die in den Kartoffeln enthaltene Stärke gebunden werden. In heißer Butter oder Fett wird der Kartoffelfladen in einer Pfanne ausgebacken bis beide Seiten goldbraun durchgebraten sind. Oft wird zur Rösti ein Spiegelei, eine Kalbsbratwurst und eine gut gewürzte Zwiebelsauce gereicht. Zudem gilt die Rösti als eine klassische Beilage zum „Zürcher Geschnetzeltem“.

Zürcher Geschnetzeltes

Das Schweizer Gericht wird nicht nur in den Bergen, sondern auch in der Limmatstadt Zürich gerne gekocht und gegessen. Unter dem Zürcher Geschnetzeltem versteht man ein kurz sautiertes Ragout aus Kalbsfleisch in Rahmsauce, mit als Beilage eine Rösti. Für ein herzhaftes Ragout und die Rahmsauce braucht man unter anderem Zwiebeln, weiße Champignons, Mehl, Butter, Kalbsgeschnetzeltes, Cognac, Weißwein, Sahne und Kalbsfond.

Zürcher Geschnetzeltes
Kalbsfleisch in Rahmsauce mit Rösti (Foto: © BettyBossi)

Birchermüsli – gesunder Haferbrei

Das Bircher-Müsli ist neben der köstlichen Schweizer Schokolade und Fondue das einzige Schweizer Gericht, das weltweit gegessen wird. Während die meisten Menschen morgens zum Frühstück Müsli essen, essen die Schweizer das Birchermüesli besonders gerne zum Abendessen. Die Hauptzutaten sind geriebene Äpfel, angereichert mit nährstoffreichem und gesundem Hafer oder „Hafer-Flöckli“. Heutzutage wird das Bircher-Müsli mit Joghurt, Zucker oder Sahne serviert. Daher wird es heute eher als ein Nachtisch oder zum Frühstück gegessen. Das Schweizer Birchermüesli eignet sich außerdem perfekt für die morgentliche Wanderpause als „Z’nüni“, wie die Schweizer ihre morgentliche Pause nennen.

Capuns – herzhafte Mangoldspätzle

Wenn Sie in den Bündner Bergen wandern, müssen Sie auf jeden Fall Capuns probieren. Das traditionelle Gericht aus dem Kanton Graubünden ist eine herzhafte Spezialität der Region. Eine Spätzle-Teigmasse, die mit Kräutern und kleine Stückchen geschnittenen Salsiz (geräucherte Rohwurst) oder Bündnerfleisch angereichert ist, wird in ein kleines Päckchen in Mangoldblätter gewickelt. Die Capuns werden in Milchwasser gekocht und je nach Rezept mit Bergkäse überbacken. Dazu wird eine Sauce aus Milchwasser und Bouillon serviert. Die Schnittmangoldblätter werden im Schweizer Volksmund auch Capunsblätter genannt.

Raclette – Geschmolzener Käse

Egal ob Winter oder Sommer, ein Raclette kann immer genossen werden. Das simple Gericht besteht aus „Gschwellten“ (Pellkartoffeln) und geschmolzenem Raclettekäse, der in einem speziellen Raclette-Ofen (Gourmetofen) geschmolzen wird. Serviert werden dazu Essiggurken, eingelegte Zwiebeln oder Maiskolben und gebratener Speck. Das Raclette ist ein Gericht, das man am besten in der Gruppe genießt, wobei man die Wartezeit auf den schmelzenden Käse mit Gesprächen und einem guten Glas Wein verstreichen lässt.

Käsehörnli – Pasta mit Käse und Apfelmus

Käsenudeln mit Apfelmus servieren – darauf können auch nur Schweizer kommen! Vielleicht mag diese Kombination erst ziemlich eigenwillig sein, doch schmecken tut sie allemal! Wichtig bei diesem Schweizer Gericht Käsehörnli ist vor allem der Käse. Dieser sollte möglichst viele Fäden ziehen können. Dazu eine Zwiebel und natürlich die Hörnli (Makkaroni). Ein herzhaftes Gericht, das Sie in praktisch jedem Schweizer Restaurant oder jeder Berghütte bestellen können. Ein Gaumenschmaus für sich!

Informationen über die Schweizer Küche

Je nachdem, wo man sich in der Schweiz befindet, werden unterschiedliche Gerichte serviert. Die deutschschweizerische, französische, italienische und romanische Bergküche unterscheiden sich immens. Zudem gibt es kantonale sowie regionale Unterschiede, wie ein bestimmtes Schweizer Gericht zubereitet und serviert wird. Die Schweiz besticht durch variantenreiche Fleischspezialitäten wie das Bündnerfleisch, Rohschicken sowie Wurstwaren wie etwa der Cervelat. In der Herstellung von Schokolade sind die Schweizer führend, weitere Spezialitäten sind etwa die „Rüeblitorte“ (Karottentorte) oder eine Butterbrotart genannt „Zopf“. Und natürlich ist die Schweiz das Käseland schlechthin. Gerichte wie Fondue und Raclette gehören in jedes Schweizer Menü.

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