

Was, wenn Wanderwegen etwas Mysteriöses anhaftet? Wanderer lieben sie, diese leicht gruselige Atmosphäre in den Bergen, wenn oberhalb der Baumgrenze plötzlich Nebel aufzieht und Felsen sich abzeichnen, wie dunkle Gestalten. Wenn Krähen rufen und es plötzlich so verdächtig im Unterholz knackt, dann kann man schon mal Gänsehaut bekommen. IndenBergen stellt die fünf mysteriösesten Wanderungen der Welt vor.
Diese unheimlichen Wanderungen sollten BergsteigerInnen ausprobieren
Wassermonster mit langen Hälsen, geisterhafte Gesichter in Felsformationen und magische Gipfelbücher. Es gibt vieles, was Wanderern auf den folgenden mysteriösen Wanderwegen möglicherweise begegnet. Begegnungen der dritten Art sind bei Mehrtageswanderungen möglich, können aber ebenso bei Tagestouren vorkommen. Gerade auf dem Wanderweg rund um Loch Ness sollten BergsteigerInnen die Augen offenhalten, denn wer weiß, was sich da blitzschnell auf dem Wasser zeigen kann. Ebenso ist Vorsicht geboten bei der Buchung einer Unterkunft im Berchtesgadener Land – schließlich will ja niemand aus Versehen in ein Zeitloch fallen.

1. 360 Grad Rundweg um Loch Ness
Auch wenn Wanderer bei diesem Rundwanderweg um Loch Ness in Schottland das Seeungeheuer Nessie nicht antreffen, so haftet diesem Weg trotzdem etwas Mysteriöses an. Denn selbst, wenn sich das mystische Ungeheuer nicht blicken lässt, begegnen Wanderer auf dem 130 Kilometer langen Wanderweg einem echten Nessie-Jäger, nämlich Steve Feltham. Die Route beginnt und endet in Inverness und ist in der Regel in vier bis sechs Tagen zu schaffen. Dabei wird ein Höhenunterschied von rund 400 Metern überwunden. Auf dem Wanderweg stehen in den Übernachtungsmöglichkeiten umfassend ausgestattete Bars zur Verfügung – mit 600 Sorten Whiskey. Vielleicht hilft der ja dabei, Nessi zu begegnen.
2. Die Bucegi-Sphinx in Rumänien
Moment, die Sphinx steht doch in Ägypten? Richtig, aber auch in Rumänien, in den Bucegi-Bergen nahe Brasov, ist eine Sphinx zu finden. Auf einer Höhe von 2.216 Metern befindet sich dort nämlich ein Felsgebilde, das wie ein Kopf aussieht. WissenschaftlerInnen machen Erosion dafür verantwortlich, aber es gibt auch Theorien zu Götterstatuen und Aliens. Ende November pilgern dort zahlreiche Mystery-Fans hin, um eine sogenannte Energie-Pyramide, ein Lichtspiel über der Sphinx, zu erleben. Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade starten ab Busteni und Sinaia. Es kann aber auch eine Seilbahn ins Gebirge genommen werden.

3. Der Untersberg im Berchtesgadener Land
Wanderer und BergsteigerInnen, die ein bisschen Gänsehaut auf ihren Touren suchen, müssen gar nicht weit reisen, sondern werden auch im deutschsprachigen Raum fündig. Der Untersberg im Berchtesgadener Land etwa ist sagenumwoben – er gilt sogar als der sagenreichste Berg der Alpen. Immer wieder berichten Einheimische von verschwundenen Wanderern, geisterhaften Erscheinungen und von Wandergruppen in altertümlicher Kleidung. Angeblich soll es dort ein Zeitloch geben, durch das man hindurchfällt, wenn man nicht achtgibt. Beim Untersberg haben Wanderer die Möglichkeit, auf ihren Wanderungen auch zahlreiche Höhlen erforscht. Eine davon ist mit 1.148 Metern die tiefste Höhle von ganz Deutschland. Aber Vorsicht, vielleicht (ent-)führt dich die Höhle in eine andere Zeit.
4. Belchen: Das magische Dreieck bei Basel
Im Großraum der Stadt Basel in der Schweiz gibt es fünf Berge, die alle den gleichen Namen tragen – Belchen. Neben dem kleinen und dem großen Belchen, stehen der Elsässer Belchen, der Schwarzwälder Belchen und der Baselbieter Belchen im Dreiländereck in einem rechtwinkligen Dreieck zueinander. Die drei gehören zu einer alten Sonnenuhr, die die Kelten vor über 5.000 Jahren anlegten und auf deren Grundlage sie ihre Siedlungen errichteten. Erst in den 80er-Jahren konnte die Bedeutung des Systems zur Bestimmung der Jahreszeiten teilweise erschlossen und veröffentlicht werden. Zahlreiche Wanderwege sind in der Region vorhanden, besonders beeindruckend sind allerdings die Sonnenaufgänge von den Gipfeln der drei Belchen-Giganten.
5. Der grüne Ring in Lech-Zürs
Der grüne Ring in Lech-Zürs ist ein dreitägiger Etappen-Wanderweg, der über Bergkämme, vorbei an Bergseen und Wasserfällen führt. Zu entdecken gibt es dabei Hexen, Mönche und japanische Kämpfer, die Samurais. Dieser Weg ist auch für Familien mit Kindern geeignet, für die der Grüne Rätsel-Ring für Abwechslung beim Wandern sorgt. Dabei machen sich die kleinen Wanderer wie echte DetektivInnen auf, mit einem Handbuch ausgerüstet, um auf dem Weg verschiedene Stationen zu erkunden und um deren Rätsel zu lösen. Neben diesem Handbuch für angehende Detektive gibt es auf der Mehrtageswanderung noch weitere spannende Bücher – nämlich magische Gipfelbücher, aus denen Namen von Wanderern manchmal einfach so verschwinden.
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Weiterführende Informationen zum Thema Mystery
Viele Orte und Regionen haben ihre lokalen Sagen und Geschichten, die über Generationen weitergegeben werden. Zahlreiche Tourismusverbände machen sich dies mittlerweile zunutze und bieten geführte Themenwanderungen an, bei denen dieses besondere Kulturgut thematisiert wird. So wird etwa in der Stadt Salzburg eine Gruseltour angeboten, bei der Wanderer gleichzeitig viel Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte erfahren. Aber auch bei nicht geführten Wanderungen durch mysteriöse Regionen haben Wanderer die Möglichkeit, vieles zu entdecken – Natürliches und vielleicht sogar Übernatürliches.