5 Gründe, warum Wandern bei Kreislaufproblemen hilft

5 Gründe, warum Wandern bei Kreislaufproblemen hilft

5. November 2018

von: Sarah in Skiführer-Tipp

Gerade Wandern und Bergsteigen sind perfekt für das Herz-Kreislauf-System und helfen dabei, den Körper fitter und widerstandsfähiger zu machen. Zugegeben, wer Kreislaufprobleme hat, denkt nicht in erster Linie daran, Sport zu machen. Aber gerade das kann helfen, sich besser zu fühlen. Die frische Luft tut gut und es braucht nicht viel Equipment. Für den Anfang reichen kurze Spaziergänge, die immer weiter gesteigert werden können. Eine Verbesserung der Kreislaufbeschwerden zeigt sich dann schnell. IndenBergen stellt 5 Gründe vor, warum Wandern der perfekte Sport bei Kreislaufproblemen ist.

Darum ist Wandern der perfekte Sport bei Kreislaufbeschwerden

Auch wenn Wandern oft eher als Sport für die ältere Generation verschrien wird, kombiniert es alle Eigenschaften, die auch für Personen mit Kreislaufproblemen förderlich und hilfreich sein können. So ist es gerade die lang andauernde, kontinuierliche Bewegung bei einem moderaten Pulslevel, die einen schwachen Blutdruck stärkt und einen hohen Blutdruck auf ein gesundes Niveau senkt. Auch lässt der zusätzliche Sauerstoff, der bei der Bewegung an der frischen Luft aufgenommen wird, das Blut besser fließen, was ebenfalls das Herz-Kreislauf-System stärkt. Insgesamt ist Wandern also eine perfekte Option, den Kreislauf fit zu machen.

1. Ausdauer mit leichten Anstiegen stärkt den Kreislauf

Kontinuierliches, langes Gehen in moderatem Tempo in Kombination mit einigen pulstreibenden Anstiegen sind genau das, was das Wandern ausmachen und auch genau das, was ein schwacher Kreislauf braucht. Anstelle eines schweißtreibenden kurzen Trainings profitiert der Kreislauf eher von einem moderaten, aber dafür längeren Training. Zwar dauert es länger, bis sich so eine erkennbare Fitness einstellt, aber dafür hält der Effekt auch länger und der Kreislauf wird so schonend gestärkt. Zusätzlich profitieren auch das Herz, der Stoffwechsel und die Atmung sowie die Muskeln.

2. Das Herz wird schonend in Schwung gebracht

Intensive und kurze Trainings jagen zwar den Puls kräftig in die Höhe, haben aber auch ein höheres Risiko von Verletzungen und Unfällen inne. Wandern hingegen ist eine ideale Möglichkeit, das Herz sanft zum Pumpen zu bringen, ohne sich zu überanstrengen. Gerade diese sanfte Methode, den eigenen Körper herauszufordern, aber nicht zu überfordern, ist bestens geeignet für Personen mit Kreislaufproblemen. Das Herz pumpt kräftig Blut durch die Adern, aber das Kreislaufsystem wird nicht überanstrengt. Der hohe Sauerstoffanteil sorgt dafür, dass das Blut besser fließt und der Puls geht ruhig und gleichmäßig.

3. Wandern bringt den Blutdruck ins Gleichgewicht

Wandern beruhigt nachweislich die Nerven und baut Stress ab, eine der Hauptursachen für zu hohen Blutdruck. Die stetige und moderate Anstrengung beim Wandern in der Natur an der frischen Luft entspannt und ist damit gesund für sowohl den Körper als auch den Geist. Das mäßige Ausdauertraining eines sanften Marsches reduziert den Herzschlag auf ein normales Pensum und baut Stresshormone ab. Wird der Bluthochdruck durch Übergewicht verursacht, ist Wandern eine sanfte Möglichkeit, Kalorien zu reduzieren, wobei die Gelenke geschont werden.

4. Wandern trainiert den Herzmuskel

Ein stetiger Weg ohne zu große Anstiege ist ideal, um das Herz beim Wandern zu stärken. Bei einer Tour, die mehrere Stunden dauert, wird der Herzmuskel bei einer Leistung von 50 bis 150 Watt trainiert und das wiederum erhöht dessen Schlagvolumen und die Blutgefäße werden elastisch gehalten. Ideal sind Wanderungen, bei denen sich der Herzschlag bei 60 bis 70 Prozent einpendelt und der Puls 120 bis 150 pro Minute schlägt. Als Grundregel gilt, wer sich beim Wandern ohne Herzrasen noch gut unterhalten kann, ist buchstäblich auf dem richtigen Weg.

5. Wandern im Tal ist besser für die Gefäße

Wanderer, die mit Kreislaufproblemen zu kämpfen haben, sollten eingangs höhere Lagen eher meiden, denn gerade die dünne Luft oberhalb von 1.500 Metern kann bei Herzerkrankungen zu Problemen führen. Sicherer und gesünder ist es in diesem Fall, unterhalb von 1.500 Metern mit leichten Spaziergängen zu starten und sich nur langsam und kontinuierlich zu steigern. Eingangs reichen kurze Intervalle von ein paar Minuten schon aus, um den Blutfluss in den Gefäßen zu verbessern. Sind dann irgendwann die 1.500 Meter geschafft, sollten Touren in höheren Lagen trotzdem vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Weiterführende Informationen zu Wandern mit Kreislaufproblemen

Gerade niedriger Blutdruck kann Schwindelanfälle verursachen, die am Berg fatal sein können. Wer bereits erlebt hat, dass der eigene Blutdruck so niedrig ist, dass selbständiges Stehen nicht mehr möglich ist, sollte unbedingt zuvor mit einem Arzt sprechen und mit ganz leichten Touren im Tal beginnen, um den Kreislauf zu stärken. Erst wenn eine sichtliche Verbesserung eingetreten ist, kann die Intensität der Touren erhöht werden. Im Zweifelsfall lieber ein wenig zu lange die leichtere Route gehen, denn Unfälle durch Schwindelanfälle im hochalpinen Gelände stellen ein großes Risiko dar.

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