Adolf Nossberger Hütte: Die Hütte im Nationalpark Hohe Tauern

Adolf Nossberger Hütte: Die Hütte im Nationalpark Hohe Tauern

21 August 2019

von: Sarah in Hütten

Oft müssen sich Wanderer und Bergsteiger entscheiden, ob sie in ihrem Urlaub in der Natur lieber Wasser oder Berge möchten. Nicht so bei der Adolf Nossberger Hütte, denn dort finden Bergliebhaber gleich beides. Die Hütte liegt an gleich drei idyllischen Bergseen im Nationalpark Hohe Tauern inmitten einer traumhaften Bergwelt von 15 Dreitausendern mit zahlreichen Möglichkeiten für Wanderungen und Bergtouren. Hier kommen Wanderer und Bergsteiger ohne Zweifel auf ihre Kosten. IndenBergen stellt zusammen, was Wanderer über die Adolf Nossberger Hütte wissen müssen.

Wanderurlaub an drei Bergseen umgeben von 15 Dreitausendern

Auf einer Höhe von 2.488 Metern liegt im Nationalpark Hohe Tauern am Gradensee in Kärnten in Österreich die im Jahr 1930/31 erbaute Adolf Nossberger Hütte. Die Hütte ist nach dem gleichnamigen Alpinisten benannt und bietet aufgrund ihrer Lage am See sowie mehreren weiteren Bergseen und 15 Dreitausendern in der Umgebung ideale Möglichkeiten für Wanderungen und Bergtouren. Weiter verfügt die Hütte über eine Holzofen-Sauna mit Talblick, zwei Tipis und ein mit Holz befeuertes, im freien stehendes finnisches Badefass. Die Adolf Nossberger Hütte trägt das Umweltgütesiegel, das deren Nachhaltigkeit bestätigt.

Gletscherwassersee nahe der Hütte (Foto: ÖAV Alpenverein Edelweiss, Christian Krüger)

Übernachten in der Adolf Nossberger Hütte

Die urige Adolf Nossberger Hütte wird von Juni bis September bewirtschaftet und verfügt über 50 Schlafmöglichkeiten, die sich auf Drei- und Fünf-Bettzimmer sowie kleine Lager mit sieben bis zehn Betten verteilen. Die Zimmerlager kosten 15 Euro für Mitglieder des Alpenvereins und 26 Euro für Nicht-Mitglieder. Wer im Bettenlager übernachten will, zahlt 12 bzw. 22 Euro. Für Übernachtungen mit Halbpension wird ein Preis von rund 50 Euro gefordert, wobei darin ein dreigängiges Abendessen und ein großes Frühstück enthalten sind. Reservierungen können auf der Webseite der Hütte vorgenommen werden.

Wie man sieht, wird hier mit Leidenschaft gekocht (Foto: ÖAV Alpenverein Edelweiss, Christian Krüger)

Aufstiege zur Adolf Nossberger Hütte

Wanderungen hinauf zur Adolf Nossberger Hütte starten vom Mölltal in Kärnten aus. Wer beispielsweise von Putschall durch das Gradental zur Hütte wandert ist knapp vier bis fünf Stunden unterwegs. Dieser Weg kann auch um knapp die Hälfte verkürzt werden, wenn Wanderer einen Teil der Strecke über einen Wirtschaftsweg bis zur Gradenalm mit dem PKW zu befahren. Eine weitere Route verläuft von Döllach über den Förstersteig ins Gradental und von dort zur Hütte. Für diese Wanderung sollten fünf bis sechs Stunden Gehzeit eingeplant werden.

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Bergtouren ab der Adolf Nossberger Hütte

Ab der Adolf Nossberger Hütte bieten sich für Wanderer zahlreiche Möglichkeiten, die umliegende Bergwelt zu erkunden. Wer zum Beispiel den Keeskopf mit einer Höhe von 3.081 Metern besteigen will, ist rund 90 Minuten unterwegs. Die gleiche Gehzeit sollte für eine Tour auf die Weißwandspitze (2.916 Meter) eingeplant werden. Auch der höchste Berg der Schobergruppe, das Petzeck mit einer Höhe von 3.283 Metern ist mit einer Wanderung über die Petzeckscharte zu erreichen. Dafür sollten Wanderer drei bis vier Stunden einplanen. Anspruchsvoll und gleichzeitig reizvoll ist auch eine Wanderung auf den Großen Hornkopf, wobei die alpine Grattour knapp drei Stunden Zeit in Anspruch nimmt.

Hütte am Gradensee (Foto: ÖAV, Lisa Hintringer)

Weitere Informationen zur Region

Die Schobergruppe liegt im Nationalpark Hohe Tauern und umfasst nicht weniger als 53 Dreitausender. Sie stellt also ganz eindeutig ein echtes Paradies für Wanderer und Bergsteiger dar. Der höchste Gipfel ist das Petzeck mit knapp 3.280 Metern. Aktuell gilt die Region noch als ein kleiner Geheimtipp für Wanderer und Bergsteiger, da sich die berühmten Nachbargruppen Glocknergruppe und Venedigergruppe größerer Beliebtheit erfreuen. Demnach besteht hier die Möglichkeit, die Natur und die Bergwelt noch in aller Ruhe zu erleben und zu genießen.

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