Skip to navigation Skip to main content
Gipelkreuz Mallnitz Kärnten

Überfüllte Wander-Hotspots vermeiden und tagelang durch Berglandschaften wandern? Kärnten positioniert sich immer stärker als Ziel für Weitwanderer. Von mehrtägigen Touren entlang von Bergseen bis hin zu alpinen Hüttenwanderungen durch das Hochgebirge: Diese neun Trails zeigen eine ruhigere und unglaublich vielseitige Seite der Alpen.

Kurz zusammengefasst

  • Kärnten entwickelt sich zunehmend zu einem Geheimtipp für Weitwanderer, mit ruhigen Mehrtagestouren abseits der überlaufenen Alpen-Hotspots.
  • Von hochalpinen Hüttentouren wie dem Tauernhöhenweg bis zu entspannten Wegen entlang von Bergseen bietet die Region abwechslungsreiche Trails für jedes Niveau.
  • Insgesamt neun Weitwanderwege führen durch Gletscherlandschaften, Nationalparks, Almen und historische Bergregionen zwischen Österreich, Italien und Slowenien.

Kärnten reagiert auf den wachsenden Wanderttrend

Mehrtägige Wanderurlaube gewinnen seit einigen Jahren deutlich an Beliebtheit. Gleichzeitig suchen viele BergliebhaberInnen bewusst nach Regionen, in denen das Naturerlebnis wichtiger ist als Trubel und Warteschlangen. Mit Routen entlang von Bergseen, ruhigen Almen und hochalpinen Panoramen ist Kärnten eine optimale Alternative für Wanderer, die zwar eine Herausforderung suchen, aber keine überfüllten Hotspots. Und auch für Wanderer, die mehrere Tage in den Bergen verbringen möchten, ohne auf überlaufenen Wanderwegen unterwegs zu sein, bietet die Region bemerkenswert viel Abwechslung.

 

Im Folgenden findest du die neun verschiedenen Weitwanderungen dieser österreichischen Region. Welche Wanderung passt am besten zu dir?

Vom Gletscher bis ans Meer auf dem Alpe-Adria-Trail

Die bekannteste Wanderroute Kärntens ist ohne Zweifel der Alpe-Adria-Trail. Dieser mehrtägige Wanderweg führt vom Großglockner und dem Pasterze-Gletscher bis hinunter zur Adria. Insgesamt umfasst der Trail rund 750 Kilometer, verteilt auf 43 Etappen durch Österreich, Slowenien und Italien. Besonders macht die Route, dass extreme Höhenunterschiede weitgehend vermieden werden. Dadurch spricht sie nicht nur erfahrene Bergwanderer an, sondern immer häufiger auch Freizeitwanderer. Unterwegs wechseln sich Berglandschaften, Wasserfälle, Weinregionen und mediterrane Einflüsse ab.

Hüttentour durch das Hochgebirge

Wer eher die rauere Seite der Alpen sucht, landet auf dem Tauernhöhenweg im Nationalpark Hohe Tauern. Diese klassische Hüttentour führt in mehreren Etappen durch hochalpines Gelände mit Blick auf Gletscher und Dreitausender.

Die Route erfordert mehr Erfahrung und Kondition als viele andere Wanderwege in Kärnten. Übernachtet wird in Berghütten, und unterwegs stehen viele Höhenmeter auf dem Programm. Genau deshalb gilt die Tour für viele BergliebhaberInnen als eine der schönsten mehrtägigen Wanderungen Österreichs.

Wandern entlang der Grenze zu Italien

Ein weiterer bekannter Klassiker ist der Karnische Höhenweg. Diese Weitwanderung folgt größtenteils der Grenze zwischen Österreich und Italien und verläuft durch Berggebiete wie Nassfeld-Pressegger See, das Lesachtal und den Weißensee. Die Route verbindet beeindruckende Panoramen mit stillen Bergpässen, alten Militärwegen und Ausblicken auf die Dolomiten und die Julischen Alpen. Vor allem Wanderer, die mehrere Tage wirklich in den Bergen verbringen möchten, finden dort noch vergleichsweise ruhige Etappen.

Sanfte Berge und Bergseen in den Nockbergen

Ganz anders präsentiert sich der Nockberge-Trail. Keine schroffen Felswände oder steilen Gipfel, sondern sanfte Bergkuppen, Almen und klare Bergseen prägen hier die Landschaft. Die Route führt in acht Etappen durch den UNESCO-Biosphärenpark Nockberge. Gerade diese Kombination aus Natur, Ruhe und relativ gut zugänglichen Wegen macht den Trail bei Wanderern beliebt, die mehrtägig unterwegs sein möchten, ohne ständig auf technisch anspruchsvolles Gelände zu treffen.

Entspannter wandern rund um die Seen

Auch für alle, die lieber keine schwere Hüttentour unternehmen möchten, bietet Kärnten verschiedene ruhigere Alternativen. Die Via Paradiso rund um den Millstätter See verbindet Wandern mit Aussichtspunkten, Kultur und Wasser. In vier Etappen geht es entlang an Gärten, historischen Orten und Panoramawegen oberhalb des Sees. Auch rund um den Wörthersee verläuft eine mehrtägige Wanderroute, bei der Natur und Genuss im Mittelpunkt stehen. Unterwegs warten Aussichtspunkte, Terrassen und relativ entspannte Tagesetappen.

SUP auf dem Klopeinersee

Historische Routen und verborgene Natur

Neben den bekannten Wanderwegen gibt es auch Routen, die gerade durch ihren ruhigen Charakter auffallen. Der Vierbergeweg führt Wanderer über vier historische Berge in Mittelkärnten und verbindet Natur mit keltischer und römischer Geschichte. Der Trail Südalpen verläuft durch die Karawanken in Südkärnten und bietet viele Ausblicke über die Grenzregion zu Slowenien. Gleichzeitig führt die Route durch Naturgebiete, in denen es oft auffallend still bleibt. Auch der Naturpark Dobratsch setzt immer stärker auf Wandertourismus. Dort führen Wege durch eine Landschaft aus Felsfeldern, Wäldern und interessanten geologischen Zonen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Weitwanderungen in Kärnten

Was ist die bekannteste Weitwanderroute in Kärnten?

Die bekannteste Route Kärntens ist ohne Zweifel der Alpe-Adria-Trail. Diese mehrtägige Wanderroute startet am Fuße des Großglockners beim Pasterze-Gletscher und führt schließlich bis zur Adria in Italien. Insgesamt besteht der Trail aus 43 Etappen und etwa 750 Kilometern Wandervergnügen.

Was diese Route besonders macht, ist die enorme Abwechslung unterwegs. Du wanderst nicht nur durch alpine Berglandschaften, sondern auch an Wasserfällen, Weinregionen, Seen und mediterranen Dörfern vorbei. Zudem sind die Etappen technisch meist nicht besonders schwierig, wodurch die Route auch für Wanderer interessant ist, die zwar mehrtägig wandern möchten, aber keine schwere alpine Hüttentour suchen.

Sind die Weitwanderwege in Kärnten für AnfängerInnen geeignet?

Das hängt stark von der gewählten Route ab. Kärnten bietet sowohl relativ zugängliche mehrtägige Wanderungen als auch anspruchsvolle hochalpine Touren.

AnfängerInnen oder Freizeiwanderer entscheiden sich oft für Routen wie die Via Paradiso rund um den Millstätter See oder für Teile des Alpe-Adria-Trails. Diese Routen haben meist gut begehbare Wege, geringe technische Schwierigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten in Tälern oder Orten.

Erfahrene Bergwanderer finden dagegen auf Routen wie dem Tauernhöhenweg oder dem Karnischen Höhenweg die passende Herausforderung. Dort erwarten dich mehr Höhenmeter, längere Etappen, raueres Gelände und teils Passagen, bei denen Trittsicherheit und Erfahrung wichtig sind.

Wann ist die beste Zeit für Weitwanderungen in Kärnten?

Die meisten Weitwanderwege lassen sich am besten zwischen Juni und September begehen. In hochalpinen Gebieten kann zu Beginn des Sommers noch Schnee liegen, vor allem an Nordhängen oder auf hohen Pässen.

Juli und August sind in der Regel am wärmsten und wetterstabilsten, aber auch etwas voller. Viele erfahrene Wanderer bevorzugen deshalb den September. Dann sind die Temperaturen oft angenehmer, die Berge färben sich langsam herbstlich und auf den Wegen und in den Hütten ist weniger los.

Für Routen in niedrigeren Lagen oder rund um Seen kann die Saison manchmal schon Ende Mai beginnen.

Muss man während der Touren in Berghütten übernachten?

Nicht immer. Manche Routen sind echte Hüttentouren, bei denen man mehrere Nächte in Berghütten schläft. Das gilt zum Beispiel für den Tauernhöhenweg und Teile des Karnischen Höhenwegs.

Andere Routen sind komfortabler gestaltet. Bei Wandertouren  wie der Via Paradiso oder Teilen des Alpe-Adria-Trails übernachtest du regelmäßig in Hotels, Pensionen oder Unterkünften in Orten und Tälern. Dadurch sind diese Routen zugänglicher für Wanderer, die zwar mehrtägig unterwegs sein möchten, aber nicht jede Nacht in einer Berghütte schlafen wollen.

Kann man die Routen auch in einzelnen Etappen wandern?

Ja, fast alle Weitwanderwege in Kärnten lassen sich flexibel einteilen. Viele Wanderer laufen nur einige Etappen während eines Wanderurlaubs oder wählen gezielt bestimmte Abschnitte einer Route aus.

Vor allem der Alpe-Adria-Trail wird oft in kürzere Teilstrecken von einigen Tagen aufgeteilt. So musst du nicht gleich wochenlang unterwegs sein, um das Gefühl einer Weitwanderung zu erleben.

Auch das Vorhandensein von öffentlichen Verkehrsmitteln und Unterkünften in vielen Tälern macht es einfacher, Etappen einzeln zu planen.

Welche Routen sind am schönsten für Bergseen?

Für LiebhaberInnen von Bergseen sind mehrere Routen interessant. Die Via Paradiso rund um den Millstätter See ist wahrscheinlich die bekannteste. Unterwegs wechseln sich Panoramawege, Aussichtspunkte und ruhige Uferabschnitte ab.

Auch Teile des Alpe-Adria-Trails führen an klaren Seen und Flüssen entlang. Außerdem ist der Nockberge-Trail für die Kombination aus sanften Bergen, Almen und kleinen Bergseen bekannt, die sich über die Landschaft verteilen.

Wer Wandern gern mit Baden oder Entspannen am Wasser kombiniert, ist in Kärnten sowieso bestens aufgehoben.

Braucht man spezielle Ausrüstung für Weitwanderungen?

Für einfachere Routen reicht meist normale Wanderausrüstung: gute Wanderschuhe, geeignete Kleidungsschichten, Regenkleidung und ein bequemer Rucksack.

Für hochalpine Routen braucht man mehr Erfahrung und eine bessere Ausrüstung. Dazu gehören stabilere Schuhe, Wanderstöcke, warme Kleidung und zu Saisonbeginn manchmal auch Mikrospikes oder Gamaschen, wenn noch Schneefelder vorhanden sind.

Wichtig ist vor allem, mehrtägige Wanderungen nicht zu unterschätzen. Auch relativ einfache Etappen können durch aufeinanderfolgende Wandertage und wechselnde Wetterbedingungen anstrengend werden.

Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.