10 Gründe, warum sich Wanderer auf den Herbst freuen

10 Gründe, warum sich Wanderer auf den Herbst freuen

5 September 2021

von: Claudia in Wissen

Die Blätter färben sich in unzähligen Farbnuancen, bei denen rot, orange und braun nur einen Bruchteil davon ausmachen. Die Sonne steht tief und lässt das bunte Blättermeer leuchten. Das Laub auf dem Boden raschelt beim Gehen und stülpt Wanderwege und Pfade in ein weiches und warmes braunorange. Für Wanderer, Bergsteiger, Naturliebhaber und Spaziergänger gibt es jetzt nur noch Schweißperlen, die von einem harten Aufstieg zeugen. Die sengende Hitze ist vorbei. IndenBergen schafft mit 10 Gründen Vorfreude, auf das, was uns glücklicherweise noch bevorsteht: der Herbst.

1. Bunte Blätter

Die Landschaft zeigt sich im Herbst in einem neuen Kleid. Dieses präsentiert sich in warmen Tönen und reicht von Gelbtönen über orange und rot zu allen erdenklichen braun Gradierungen. Vor allem Wälder wie der Schwarzwald scheinen in einen bunten Farbtopf gefallen zu sein, der in der Herbstsonne nur so leuchtet. Die gefallenen Blätter lassen Wanderwege und Pfade samtig und weich erscheinen. Beim Gehen beruhigt uns das Rascheln des Laubes wie ein rauschender Bach.

Herbstlandschaft
Farbenfrohe Herbstlandschaft in den Bergen.

2. Warme Sonnenstrahlen vor dem Winter

Die Sonne ist ein Gute-Laune-Macher, Vitamin-D-Spender, und essenziell. Kriegen wir im Sommer meist genug, lechzen wir in der anderen Jahreshälfte nur so danach. Im Herbst ist die Feuerkugel besonders golden und wärmt uns zum letzten Mal so richtig. Dass die Sonne wärmer erscheint, hat mit dessen Stand zu tun und deren Intensität. Obwohl die Sonne im Frühling etwa gleich hoch steht, ist die hautwirksame Strahlung wegen den Schwankungen der Ozonschicht im Herbst höher. Im Winter nimmt die Intensität der Sonne stark ab. Der Herbst ist die letzte Chance, um Sonnenenergie zu tanken bevor es richtig kalt wird. Darum nochmals Wanderschuhe an und raus an die Sonne! Lesetipp: So schützt man sich bei der Wanderung vor der Sonne >

3. Der Charme des Nebels

Vor allem morgens, wenn die Sonne noch tief steht, trifft man draußen in der Natur auf diese Wassertröpfchen, die in Kontakt mit dem Boden plötzlich zu Nebel werden. Wenn sie in Schwaden daherkommen, sich entlang eines Gipfels oder Berges winden, verleihen sie diesen etwas Geheimnisvolles. Auch in der Nähe von Gewässern bildet sich in dieser Jahreszeit wegen den starken Temperaturunterschieden gerne Nebel. Was morgens wie ein sanftes Stück Watte über einem See schweben kann, verdunstet wegen der Sonneneinstrahlung in Kürze.

Nebel beim Wandern
Herbstwanderung mit Nebel.

5. Schwitzen, weil man es will

Nein, die Sonne wird uns nicht mehr heiß machen. Alleine der harte Aufstieg wird uns Schweißperlen ins Gesicht treiben. Wir entscheiden, ob wir überhaupt noch so richtig ins Schwitzen kommen wollen. Die strahlende Kugel am Himmel kann uns nicht mehr so viel anhaben. Die Sonnencrème muss zwar noch mit, aber eine dicke, weiße Schicht muss nicht mehr sein. Unser Lagen-Look ist flexibel und gibt uns die Möglichkeit, je nach Wetter eine Schicht von uns zu nehmen oder drüber zu ziehen. Schwitzen also ja, aber dann wann wir es wollen. 

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4. Letzter Sprung ins Wasser

Last but not least – der letzte Schwumm! Bevor wir es nicht mehr ins kalte Nass wagen, sollten wir noch einmal richtig springen. Ins Wasser versteht sich. Im September ist es in Südeuropa noch richtig heiß. Nach einer Wanderung in den Bergen noch kurz in den See oder sogar ins Meer springen? Wie der Erste, ist der letzte Sprung im Jahr etwas Besonderes. Man vergisst ihn weniger schnell und erinnert sich gerne daran zurück. Vor allem dann, wenn man eingehüllt mit Decke auf dem Sofa sitzt und seufzt: Ach, war das schön! Darauf folgt meist die nächste Urlaubsplanung. Und die sollten wir auf keinen Fall vergessen.

Bergsee
In so manchen Bergseen kann man auch im Herbst noch schwimmen. 

6. Es ist Pilzsaison!

Sie sprießen wieder in Bodennähe an Wegrändern und unter den Bäumen: Die Pilze. Ob Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons, die kleinen Vielzeller werden gerne gesammelt. Danach schmücken sie schnell auch mal einen Teller und werden mit Pasta oder Risotto gerne verspeist. Feuchtwarmes Wetter gefällt den Pilzen besonders, dann kriegen sie einen richtigen Wachstumsschub. Wer Pilze sammeln will, sollte sich allerdings gut auskennen. Meistens haben die harmlosen Pilze einen giftigen Doppelgänger. Darum: Bei Zweifel den netten kleinen Waldbewohner lieber stehen lassen. Mehr dazu wissen die Profis, die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

7. Nach der Wanderung kommt die Wellness

Was gibt es Schöneres als nach einer langen Wanderung zu entspannen? Das geht am besten mit Wärme und Wasser. Ob Sauna, Dampfbad oder ein ganz gewöhnliches Bad – Muskeln entspannen mit der Wärme. Im Sommer kriegen wir genug Hitze. In den kühleren Jahreszeiten freut sich der Körper hingegen auf die Wärme. Haben wir uns bei einer Wanderung angestrengt und war es dabei noch kühl waren die Muskeln voller Spannung. Der Körper lief auf Hochtouren und das Immunsystem wurde herausgefordert. Die Sauna entspannt, kann aber das Immunsystem noch weiter belasten. Eine Massage hingegen sorgt für die totale Entspannung, für Körper und Geist.

8. Kaffee und Kuchen

Sie gehören zusammen wie Stock und Stein: Kaffee und Kuchen. In den Sommermonaten neigt man die Kalorienbomben mit gesunden Früchten und Riegeln zu ersetzten. Wenn die Sonne tiefer steht und es abends wieder kälter wird, wird der Hunger auf Süßes geweckt. Obwohl wir keine Höhlenbewohner mehr sind, die sich für den Winter das Fett anfressen müssen um die kalte Jahreszeit zu überleben, ist die Lust auf Zucker und Fett geblieben. Weil wir nach einer Wanderung ein paar Kalorien losgeworden sind, liegt ein Stück Torte sicherlich drin. Am besten verzehren wir diese bei einer wohl verdienten Pause. Den Zuckerschub können wir für die Rückkehr gut gebrauchen. Hier geht's zum Kalorienrechner >

Kuchen
So ein Stückchen Kuchen gehört bei einer Herbstwanderung einfach dazu, oder etwa nicht?

9. Sonnenuntergänge, wir kommen!

Ob zu zweit, alleine, mit Hund oder ohne – wenn die Sonne untergeht und sich der Himmel pink, fuchsia und orange färbt, steht jeder Wanderer für einen Moment still. Im Herbst bietet sich der Sonnenuntergang viel öfters als Höhepunkt an. Denn die Sonne geht nicht nur viel früher unter, auch die Farbspiele sind besonders schön. Das hat mit der Streuung von Staubpartikeln in der Luft und den starken Temperaturunterschieden zu tun. Mit dem Herbst beginnt also auch die Saison der spektakulären Sonnenuntergänge. Die sollten wir nicht verpassen.

10. Herbstfeste

Das Oktoberfest in München ist nicht das einzige Herbstfest. Der Übergang zur neuen Jahreszeit, die Weinlese und der Beginn der kürzeren und kühleren Tage ist in vielen Regionen Grund für ein Volksfest. Ein Brauchtum, der bis heute weiterlebt und so viele Varianten kennt wie Orte, in der dieser vorkommt. Nach der Wanderung gleich aufs Herbstfest? Oder lieber eine Wanderung gleich mit einer Weinprobe verbinden? Im Herbst ist alles möglich.

Urlaub in den Bergen