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Die 5 schönsten Wanderwege im Allgäu

Breitachklamm im Kleinwalsertal

Eine der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands ist das Allgäu. Das Gebiet, das sich über einen Teil der deutschen Alpen erstreckt, hält im Sommer eine Vielzahl an Wanderungen und Mountainbike-Strecken bereit. Wanderer können hier im Voralpenland die schönen Seen und Schlösser erkunden. BergsportlerInnen, die die Herausforderung suchen, erklimmen schroffe, ausgesetzte Berggipfel und wagen sich an Kletterabenteuer wie den Hindelanger Klettersteig heran. IndenBergen stellt die fünf schönsten Wanderungen im Allgäu vor und berichtet über die Besonderheiten auf den jeweiligen Touren.

Kurz zusammengefasst

  • Das Allgäu gehört zu den beliebtesten Wanderregionen Deutschlands und bietet eine große Bandbreite an Touren: von entspannten Familienwegen bis zu anspruchsvollen Berg- und Klettersteigen.
  • Wir stellen fünf besonders schöne Wanderungen vor, darunter die Breitachklamm, eine Tour zum Schloss Neuschwanstein, eine Seerunde mit Burgbesuch, eine Familienwanderung am Nebelhorn und den Hindelanger Klettersteig.
  • Besonders reizvoll ist die Mischung aus Naturerlebnis, Gipfelblicken, Schluchten, Seen und bekannten Sehenswürdigkeiten wie Schloss Neuschwanstein oder der Burgruine Falkenstein.

Wanderung mit hohem Erlebnisfaktor durch die Breitachklamm

Nicht sonderlich schwer, dafür umso sehenswerter ist die Rundtour durch die Breitachklamm. Von Oberstdorf aus nähern sich Wanderer in wenigen Minuten dem Eingang der Klamm. Das erste Stück ist ziemlich schmal und führt an einer Felswand entlang. Der kühle Fels der tiefen Schlucht spendet auch im Hochsommer einen angenehmen Schatten. Hin und wieder ist mit aufspritzender Gischt zu rechnen. So führt der Weg immer am reißenden Fluss entlang. Insgesamt sollten für den Rundweg etwa vier Stunden eingeplant werden. Von Oberstdorf ist die Anreise übrigens auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

  • Start: Parkplatz Breitachklamm
  • Länge: 10 km | Dauer: 4 h | Höhenmeter: ca. 500 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig
  • Gut zu wissen: Auch im Winter ist die Breitachklamm mit ihren eisigen Skulpturen und Eiszapfen einen Besuch wert.

Leichte Wanderung zum Schloss Neuschwanstein

Start der leichten Wanderung ist in Hohenschwangau. Der Ausgangspunkt kann von Füssen aus auch mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden. Von dort aus führt der Weg einige Meter später in die Pöllatschlucht. Zuerst geht es über einen schmalen Steg tiefer in die Schlucht hinein und anschließend über zahlreiche Stufen steil bergauf. Immer wieder lohnt es sich innezuhalten und über die tosenden Wasserfälle und eindrucksvollen Felsformationen zu staunen. Dann wartet auch schon der Zufahrtsweg vor Schloss Neuschwanstein auf die Ausflugsgäste. Wer mag, legt eine Besichtigungsrunde im bekannten Märchenschloss ein. Ansonsten geht es direkt weiter, vorbei an Schloss Hohenschwangau zurück zum Ausgangspunkt.

  • Start: Hohenschwangau
  • Länge: 5 km | Dauer: 2 h | Höhenmeter: ca. 300 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober
  • Gut zu wissen: Das Schloss Neuschwanstein kann nur mit einer vorab gebuchten Führung besichtigt werden.
Schloss Neuschwanstein
© Unsplash / Felix

Mittelschwere Wanderung mit Seeblick und Ruinenbesuch

Vom Weißensee aus führt die Wanderung zuerst in Richtung Alatsee. Wenig später geht es steiler nach oben. Auf der ersten Erhebung haben Ausflugsgäste, die die 12 Kilometer lange Rundtour in Angriff nehmen, einen herrlichen Blick über vier Allgäuer Seen. Anschließend geht es weiter über den Zirmgrat zur ehemaligen Burg Falkenstein. Die Burgruine, die noch eindrucksvoller werden sollte als Schloss Neuschwanstein, ist Deutschlands höchstgelegene Burganlage und liegt auf 1.277 Meter. Von hier aus haben Wanderer einen Weitblick über die umliegenden Gipfel. Das fordert allerdings auch Kraft. Knapp 700 Höhenmeter gilt es insgesamt zu überwinden.

  • Start: Weißenseeufer in Oberkirch
  • Länge: 12 km | Dauer: 4,5 h | Höhenmeter: ca. 700 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Beste Jahreszeit: ganzjährig
  • Gut zu wissen: Von Pfronten aus führt ebenfalls ein etwas steilerer Weg hinauf zur Burgruine Falkenstein.

Ruhige, aussichtsreiche Familienwanderung am Nebelhorn

Das Nebelhorn ist von Oberstdorf aus mit der Seilbahn zu erreichen. Anschließend führt die ruhige Tour durch saftig grüne Weideflächen an grasenden Kühen vorbei bis zum Seealpsee, der etwa 600 Höhenmeter tiefer liegt. Dazu folgen Wanderer dem Weg Nummer 1a. Dadurch, dass der Weg breit angelegt wurde, einfach zu gehen ist, keine Klettersteige enthält und nicht ausgesetzt ist, eignet er sich für die Wanderung mit der ganzen Familie. Nach einer Pause am erfrischenden Bergsee müssen die müden Wanderbeine auch nicht mehr bis ganz nach oben laufen. Rund 300 Höhenmeter sind es auf demselben Weg zurück zur tiefer gelegenen Seilbahnstation Höfatsblick.

  • Start: Oberstdorf Talstation Nebelhornbahn
  • Länge: 6 km | Dauer: 2,5 h | Höhenmeter: ca. 300 - 600 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beste Jahreszeit: Mai bis September
  • Gut zu wissen: Bei guter Sicht reicht der Blick vom Nebelhorn über die Allgäuer Alpen bis nach Österreich und in die Schweiz.

Schwindelerregende Gratüberschreitung am Nebelhorn

BergsteigerInnen, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, können sich an den Hindelanger Klettersteig wagen. Die lange Gratüberschreitung ist allerdings nichts für schwache Nerven und setzt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Darüber hinaus ist ein Klettersteigset und ein Helm, der gegen Steinschlag schützt, erforderlich. Wer sich die Tour zutraut und auch Kletterstellen im II. Grad bewältigen kann, wird mit herrlichen Aus- und Tiefblicken auf der Passage von der Bergstation der Nebelhornbahn bis zum Großen Daumen belohnt. Der Steig ist mit der Schwierigkeit B/C markiert.

  • Start: Nebelhorn Bergstation
  • Schwierigkeit: B/C II | Dauer: 7 h | Höhenmeter: ca. 200 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Beste Jahreszeit: Juni bis September
  • Gut zu wissen: KlettersteiggeherInnen sollten unbedingt vorher den Wetterbericht checken. Bei Schnee und Nässe ist der Steig nicht zu empfehlen.

Weiterführende Informationen zur Region Allgäu

Das Allgäu im Süden Deutschlands hält neben Aussichtsbergen wie dem Nebelhorn und geschichtsträchtigen Orten wie Schloss Neuschwanstein noch weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten bereit. Wer das Allgäu in all seinen Facetten entdecken möchte, erkundet die Region am besten über die Wandertrilogie. Darunter versteht man drei Fernwanderwege, die insgesamt 1.195 Kilometer lang sind. So führt der Teil mit dem Namen "Wiesengänger" durch die sanften Hügel im Osten der Region. Im Bereich der "Wasserläufer"-Tour werden hingegen die Seen und Flüsse im Voralpenland abgelaufen und der Abschnitt, der sich "Himmelsstürmer" nennt führt hoch hinaus in die schroffe Bergwelt der Allgäuer Alpen.

Oberstdorfer Berge

Tipps zum Wandern im Allgäu

Das Allgäu begeistert mit abwechslungsreichen Wanderwegen zwischen grünen Almwiesen, imposanten Gipfeln, klaren Bergseen und spektakulären Schluchten. Damit deine Tour entspannt und sicher verläuft, helfen die richtigen Vorbereitungen und ein paar praktische Tipps für unterwegs.

  • Plane je nach Tour genug Zeit und Höhenmeter ein: Die im Blog vorgestellten Wege reichen von rund 2 bis 7 Stunden Gehzeit und von leicht bis schwer.
  • Achte auf die Jahreszeit: Manche Touren sind ganzjährig möglich, andere eignen sich eher von April bis Oktober oder von Mai bis September.
  • Für schwierige Touren wie den Hindelanger Klettersteig sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Helm und Klettersteigset wichtig; bei Schnee und Nässe ist der Steig nicht zu empfehlen.
  • Wenn du entspannt wandern möchtest, sind die Breitachklamm, die Route zum Schloss Neuschwanstein oder die Nebelhorn-Tour gute Einstiege; für mehr Anspruch eignen sich die Tour zur Burgruine Falkenstein oder der Klettersteig.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Wandern im Allgäu

Wann ist die beste Zeit zum Wandern im Allgäu?

Die beste Zeit zum Wandern im Allgäu ist meist von Mai bis Oktober. In diesen Monaten sind viele Bergbahnen geöffnet, die Wanderwege schneefrei und die Bedingungen ideal für Bergtouren, Almwanderungen und Familienwanderungen.

Welche sind die schönsten Wanderungen im Allgäu?

Zu den beliebtesten Wanderungen im Allgäu gehören Touren zur Breitachklamm, zum Schloss Neuschwanstein, rund um Bergseen sowie Panoramawege mit Blick auf die Allgäuer Alpen.

Welche Wanderwege im Allgäu eignen sich für AnfängerInnen?

Für AnfängerInnen eignen sich leichte Wanderungen im Allgäu mit wenigen Höhenmetern, gut ausgebauten Wegen und kurzen Gehzeiten. Besonders beliebt sind Talwanderungen, Almwege und familienfreundliche Rundtouren.

Gibt es familienfreundliche Wanderungen im Allgäu?

Ja, das Allgäu bietet viele familienfreundliche Wanderwege mit Erlebnisstationen, Bergbahnen, Spielplätzen und Hütten. Viele Touren sind auch mit Kindern gut machbar.

Welche Ausrüstung braucht man zum Wandern im Allgäu?

Zur Grundausstattung gehören Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, Trinkflasche, Sonnenschutz und ein kleiner Rucksack. Für anspruchsvolle Bergtouren im Allgäu sind zusätzlich Wanderstöcke oder alpine Ausrüstung sinnvoll.

Welche Bergtouren im Allgäu sind besonders anspruchsvoll?

Anspruchsvolle Wanderungen im Allgäu führen oft über schmale Bergpfade, Grate oder Klettersteige. Dafür sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition wichtig.

Kann man im Allgäu auch ohne Auto wandern?

Ja, viele Wandergebiete im Allgäu sind mit Bahn, Bus oder Bergbahnen erreichbar. Besonders bekannte Orte wie Oberstdorf oder Füssen eignen sich gut für einen Wanderurlaub ohne Auto.

Welche Region eignet sich besonders gut für einen Wanderurlaub im Allgäu?

Beliebte Regionen für einen Wanderurlaub im Allgäu sind Oberstdorf, das Kleinwalsertal, Füssen sowie die Nagelfluhkette. Dort gibt es zahlreiche Wanderwege für jedes Niveau.

Sind die Wanderwege im Allgäu gut ausgeschildert?

Die meisten Wanderwege im Allgäu sind sehr gut markiert. Trotzdem empfiehlt sich eine Wanderkarte oder eine Wander-App für die Tourenplanung.

Was muss man beim Wandern in den Allgäuer Alpen beachten?

Vor jeder Bergtour sollte man Wetter, Schwierigkeit und Gehzeit prüfen. Besonders in den Bergen können Wetterumschwünge schnell auftreten. Gute Vorbereitung erhöht die Sicherheit beim Wandern in den Allgäuer Alpen deutlich.

1219 - Summer - Maria

Über Maria

Im Sommer trete ich meistens in die Pedale. Dann sind mein Bike und ich unzertrennlich. Am liebsten fahre ich aufwärts mit einer schönen Berghütte als Ziel, wo ich mir dann den verdienten Kaspressknödel so richtig schmecken lasse.