Berliner Hütte: Die denkmalgeschützte Berghütte in den Zillertaler Alpen

Berliner Hütte: Die denkmalgeschützte Berghütte in den Zillertaler Alpen

16 Juli 2019

von: Sarah in Alpinismus

In Berlin gibt es tatsächlich nicht ganz so viele Berghütten, schließlich mangelt es da ja auch irgendwie an hochalpinen Höhenlagen - aber dafür gibt es die Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen in Tirol. Das „Stück Berlin in den Alpen“ gehört zu den beliebtesten Hütten in der Region und bietet reichlich Platz für viele Wanderer und Bergsteiger. Auch die umfassenden Tourenmöglichkeiten ab der Unterkunft ziehen immer wieder Wanderliebhaber an. Indenbergen stellt zusammen, was Wanderer über die Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen wissen müssen.

Die älteste, größte und bekannteste Schutzhütte der Zillertaler Alpen

Auf einer Höhe von 2.042 Metern liegt die Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen in Tirol und steht unter Denkmalschutz. Mit 180 Übernachtungsplätzen ist sie die größte ihrer Art in der Region. Die ursprüngliche Hütte wurde im Jahr 1879 erbaut und veränderte sich durch verschiedene Erweiterungen in ein mehrstöckiges Haus mit Nebengebäuden, das erstmals in Österreich den Denkmalschutz erhielt. Mehrere Dreitausendergipfel liegen in der Nähe der Berliner Hütte und machen die Schutzhütte zu einem beliebten Übernachtungsort auf Mehrtagestouren.

(Foto: Bastian Obermoser)

Übernachten in der Berliner Hütte

Die Hütte bietet insgesamt 180 Personen Platz, in Mehrbettzimmern mit Stockbetten, kleinen Ein- und Zweibettzimmern sowie in einem Doppelzimmer. Auch Übernachtungen im Zimmerlager mit bis zu sechs Bette und im Matratzenlager sind möglich. Wenn die Hütte geschlossen ist, steht trotzdem ein Winterraum mit 14 Schlafplätzen zur Verfügung. Die Preise pro Übernachtung variieren zwischen 12 und 17 Euro pro Nacht. Neben dem eher schlichten Design der Zimmer verfügt die Berliner Hütte über einen herrschaftlichen Speisesaal und eine Empfangshalle im Stil des 20. Jahrhunderts.

Gemütlich geht es im Inneren der Berliner Hütte zu (Foto: © Bastian Obermoser)

Zugang zur Berliner Hütte

Der Zugang zur Berliner Hütte startet am Gasthaus Breitlahner bei Ginzling und endet auf einer Höhe von etwa 1.880 Meter an der Waxeggalm. Dort wird die Strecke zu einem alpinen Steig. Für diese Route sollten insgesamt rund 3 Stunden eingeplant werden. Allerdings ist dieser Weg im Bereich einer Klamm unterhalb der Südwestflanke des Ochsners im Winter und Frühling stark lawinengefährdet, weshalb Skitourengeher auf ihrem Weg zur Berliner Hütte über die Übergänge Schwarzensteinsattel oder Nöfessattel ausweichen.

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Übergänge ab der Hütte

Bei Wanderern und Bergsteigern, die sich für eine Mehrtagestour entschieden haben, ist die Berliner Hütte besonders beliebt, da sie ein Etappenziel des 70 Kilometer langen Berliner Höhenwegs darstellt. Von der Hütte kann auch das Furtschaglhaus mit einer Gehzeit von 6 Stunden erreicht werden. Die gleiche Zeit brauchen Wanderer auch, um über den Schwarzensee zur Greizer Hütte zu gelangen. Über den Zillertaler Hauptkamm erreichen Bergsteiger die in Südtirol liegende Chemnitzer Hütte. Dafür sollten 5 bis 6 Stunden Zeit und die entsprechende Ausrüstung für eine Hochtour mitgebracht werden.

Zahllose Wanderungen sind ab der Berliner Hütte möglich (Foto: © Tirol Werbung)

Wanderungen und Gipfelbesteigungen ab der Berliner Hütte

Neben Mehrtagestouren und Übergangen bietet die Berliner Hütte auch reichliche Möglichkeiten für Gipfel- und Tagestouren, etwa zur Zsigmondyspitze, zum Schönbichler Horn (3133 m) sowie zum Kleinen und Großen Mörchner (3285 m). Für diese Touren sind jeweils knapp 4 Stunden einzuplanen. Gleiches gilt für die Wanderziele Schwarzenstein und Dritte Hornspitze bzw. Berliner Spitze. Wer hoch hinaus will, hat die Wahl zwischen den höchsten von der Berliner Hütte erreichbaren Gipfel Turnerkamp und Kleiner (3405 m) sowie Großer Möseler. Bis dorthin brauchen Wanderer 6 bis 7 Stunden.

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