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Top-Wanderwege in Österreich, die man mit der Bergbahn erreicht

Kaiserlift, Sessellift

Wenn man in Österreich eine schöne Höhenwanderung machen möchte, ist eine Bergbahn eine willkommene Hilfe. Ohne viel Energie zu verschwenden, überwindet man in kürzester Zeit zahlreiche Höhenmeter. Dadurch haben auch EinsteigerInnen, Familien mit Kindern oder Menschen, die einfach nicht so viele Höhenmeter zurücklegen können oder wollen, die Möglichkeit, hoch oben in den Bergen zu wandern. Aber auch für erfahrene Wanderer kann eine Bergbahn von Vorteil sein. In diesem Artikel findest du sechs schöne Wanderungen in Österreich – von einfach bis anspruchsvoll –, bei denen es möglich ist, mit der Bergbahn hinauf- und/oder hinunterzufahren.

Wandern und die Nutzung von Bergbahnen in Österreich

Bergbahnen im Sommer sind ideal, wenn man eine Wanderung in großer Höhe mit dazugehörigen fantastischen Ausblicken machen möchte. In vielen Regionen Österreichs laufen die Bergbahnen (oder zumindest einige von ihnen) im Sommer für Wanderer und MountainbikerInnen. Ab der Bergstation besteht die Option, zwischen verschiedenen Wanderrouten zu wählen. Möchte man eine Rundtour ohne viele Höhenmeter unternehmen oder lieber noch weiter hinauf zu einem Gipfel, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Mit etwas Glück erhält man außerdem mit einer sogenannten Gästekarte Ermäßigung auf das Liftticket, und in manchen Regionen sind die Bergbahnen für Urlaubsgäste sogar vollkommen kostenlos.

Sessellift

1. Panoramaweg Brandstadl – Hartkaiser (Scheffau/Ellmau, leicht)

Eine sehr bekannte und beliebte Wanderung in der Region Wilder Kaiser ist die Panoramaroute von der Bergstation der Brandstadl-Gondel in Scheffau bis zur Bergstation der Hartkaiserbahn in Ellmau. Wie der Name schon vermuten lässt, hat man auf diesem Wanderweg einen fantastischen Ausblick auf das bekannte und markante Gebirgsmassiv des Wilden Kaisers. Diese Wanderung ist leicht und besonders gut für Familien geeignet, da es an beiden Bergstationen spannende Erlebniswelten für Kinder gibt: die KaiserWelt und Ellmi's Zauberwelt. Unterwegs kommt man an der gemütlichen Tanzbodenalm vorbei, wo man auf der Sonnenterrasse eine Pause mit einer kleinen Stärkung einlegen kann.
Wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist, eignet sich die Rundwanderung am Hartkaiser besser.

Wandern am Wilden Kaiser: Panoramaweg Brandstadl Hartkaiser

Dauer 1 Stunde, 45 Minuten
Höhenmeter 180 Meter Aufstieg, 180 Meter Abstieg
Länge 5,8 km
Untergrund Sand- und Kieswege
Niveau Einfach
Kondition
Technik
Aussichten

2. Walleralm – Kufstein (mittel)

Der Kaiserlift ist zweifellos eine der ikonischsten Bergbahnen in den Alpen. Dieser 1er-Sessellift fährt ausschließlich im Sommer und bringt dich von der schönen Festungsstadt Kufstein in der Ferienregion Kufsteinerland in ein einzigartiges Berg- und Naturgebiet. Nach rund zwanzig Minuten ruhigen Hinaufschwebens – ganz allein im Sessellift – erwartet dich oben ein weitläufiges Wanderwegenetz. Suchst du eine Wanderung mit mittlerem technischen Anspruch, die gleichzeitig eine ausgedehnte Tagestour ist, dann bietet sich die Tour zur Walleralm an: eine Etappe des Adlerwegs, bei der du dicht am imposanten Kaisergebirge entlangwanderst. Obwohl diese abwechslungsreiche Tour zurück zur Talstation des Kaiserlifts führt, geht es nicht nur bergab – du musst unterwegs auch drei Anstiege bewältigen.

Wandern in Kufstein: Walleralm

Dauer 7 Stunden
Höhenmeter 740 Meter Aufstieg, 1695 Meter Abstieg
Länge 18,5 km
Untergrund Steine, Sand, Kies und Schotter
Niveau Mittel
Kondition
Technik
Aussichten
Sessellift, Kaiserlift

3. Blauspitze – Kals am Großglockner (schwer)

Den Gipfel der Blauspitze erreicht man von der Adlerlounge, dem modernen Restaurant an der Bergstation der Gondel von Kals am Großglockner. Der Aufstieg zum 2.574 Meter hohen Gipfel ist nicht lang, aber anspruchsvoll und verläuft über sogenannte „schwarze“ Bergwege – die schwierigsten Wanderstrecken in Österreich. Ausreichende Berg- und Wandererfahrung sowie Trittsicherheit sind hier notwendig. Höhenangst ist auf dieser Route, die teilweise mit Stahlseilen gesichert ist, ebenfalls hinderlich. Zuerst erreicht man den Weißer Knopf (2.578 Meter), bevor es weiter zur Blauspitze geht. Die Aussicht auf die Alpenriesen Großglockner und Großvenediger macht diesen anspruchsvollen Aufstieg mehr als lohnenswert. Der Abstieg über die Ostseite mit Blick auf das Tal und das Dorf Kals ist technisch deutlich einfacher. Bewahre noch ein wenig Energie für das Ende, denn um wieder zur Bergbahn zu gelangen, müssen noch 90 Höhenmeter überwunden werden.

Wandern in Kals am Großglockner: Blauspitze

Dauer 2,5 Stunden
Höhenmeter 400 Meter Aufstieg, 400 Meter Abstieg
Länge 4,6 km
Untergrund Steine und Felsen
Niveau Schwer
Kondition
Technik
Aussichten

4. Schmankerlweg – Zell am Ziller (leicht)

Von Zell am Ziller bringt dich die Bergbahn Rosenalmbahn zur gleichnamigen Alm. Der Schmankerlweg ist eine einfache Wanderung, die von der Rosenalm zur Schmankerlhütte Kreuzwiesenalm führt. Unterwegs trifft man auf verschiedene Stationen, an denen lokale Spezialitäten erklärt werden – viele davon kann man in den gemütlichen Berghütten probieren. Am Ende der Route wartet das Bergrestaurant Kreuzwiesenalm mit sonniger Terrasse und tollem Ausblick. Auf dem Rückweg (gleiche Strecke wie hin) lohnt sich ein Abstecher zum Fichtensee, ein wunderschöner Platz für einen Sommertag. Für Kinder gibt es dort verschiedene Spielgeräte. Noch mehr Spielspaß bietet das benachbarte Fichtenschloss, ein riesiges Spielschloss direkt bei der Bergstation der Rosenalmbahn. Alternativ ist es möglich, von der Kreuzwiesenalm in etwa zweieinhalb Stunden zurück ins Tal zu wandern.

Wandern in Zell am Ziller: Schmankerlweg

Dauer 2,5 Stunden
Höhenmeter 210 Meter Aufstieg, 210 Meter Abstieg
Länge 6 km
Untergrund Waldweg und Kies
Niveau Mittel
Kondition
Technik
Aussichten
Schmankerlweg im Zillertal

5. Schattberg Gipfelrunde – Saalbach (mittel)

Mit 400 km Wanderwegen, 40 Berghütten und sechs Bergbahnen hat man in der Region Saalbach die Wahl zwischen zahlreichen Wanderungen von den verschiedenen Bergstationen aus, wobei unterwegs ausreichend Gelegenheit für eine Pause auf einer sonnigen Terrasse besteht. Die Schattberg Gipfelrunde beginnt bei der gleichnamigen Bahn und hat ein mittleres technisches Niveau, ist jedoch nicht allzu lang. Dadurch ist sie auch eine perfekte Wanderung für Familien mit Kindern und Teil der Kids Wander Challenge, bei der Kinder auf drei verschiedenen Gipfeln einen Stempel sammeln können. Die Wanderung ist abwechslungsreich, man steigt immer wieder ab und auf und genießt dabei herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und das Tal.

Wandern in Saalbach: Schattberg Gipfelrunde

Dauer 1,5 Stunden
Höhenmeter 290 Meter Aufstieg, 290 Meter Abstieg
Länge 3,1 km
Untergrund Steine, Sand und Kies
Niveau Mittel
Kondition
Technik
Aussichten

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6. Rüfispitze – Lech am Arlberg (schwer)

Diese Wanderung zur 2.632 Meter hohen Rüfispitze startet an der Bergstation der Bergbahn Rüfikopfbahn in Lech am Arlberg. Diese schwierige Route wird nur erfahrenen Wanderern empfohlen, die keine Höhenangst haben und über ausreichend Trittsicherheit verfügen. Besonders der Aufstieg zum Gipfel selbst ist recht anspruchsvoll, doch oben angekommen wird man mit einem großartigen Ausblick auf den Monzabonsee und zahlreiche umliegende Gipfel belohnt. Der Abstieg führt zurück zur Bergstation, alternativ kann man auch komplett ins Tal wandern. Dabei werden fast 1.400 Höhenmeter überwunden, was eine große Belastung für die Knie bedeutet. Eine gute Wandtechnik ist bei dieser spektakulären Tour besonders wichtig.

Wandern in Lech am Arlberg: Rüfispitze

Dauer 4 Stunden
Höhenmeter 492 Meter Aufstieg, 1388 Meter Abstieg
Länge 10 km
Untergrund Steine, Felsen, Sand und Kies
Niveau Schwer
Kondition
Technik
Aussichten

Tipps für deinen Wanderurlaub in Österreich

Österreich ist ein Paradies für Wanderer – von sanften Panoramawanderungen über familienfreundliche Routen bis hin zu anspruchsvollen Gipfeltouren ist für jeden etwas dabei. Damit dein Wanderurlaub in den Alpen unvergesslich und sicher wird, haben wir die wichtigsten Tipps für Planung, Ausrüstung und Verhalten in der Natur zusammengestellt.

  • Frühzeitig planen
    Besonders in den beliebten Regionen der Alpen lohnt es sich, Unterkünfte, Bergbahntickets und eventuelle Guides oder Touren frühzeitig zu buchen, besonders in der Hochsaison.
  • Die richtige Ausrüstung
    Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Sonnen- und Regenschutz sowie ein Rucksack mit ausreichend Wasser und Snacks sind unerlässlich. Für anspruchsvolle Touren sind Wanderstöcke, Trittsicherheit und ggf. Kletter- oder Sicherungsausrüstung empfehlenswert.
  • Bergbahnen nutzen
    Bergbahnen sind im Sommer eine große Hilfe, um Höhenmeter zu sparen und mehr von der Landschaft zu genießen. Sie ermöglichen es auch Familien, EinsteigerInnen oder weniger erfahrenen Wanderern, hochgelegene Routen zu erkunden.
  • Lokale Spezialitäten genießen
    Viele Hütten und Bergrestaurants bieten regionale Schmankerl an. Eine Pause auf der Terrasse bei einem Kaiserschmarrn oder einem Bergkäse lohnt sich nicht nur für den Genuss, sondern auch für die Aussicht.
  • Sicher wandern
    Die Schwierigkeitsgrade der Wanderungen in Österreich variieren stark. Achte darauf, die Tour entsprechend deiner Kondition und Erfahrung auszuwählen. Informiere dich vorher über die Länge, Höhenmeter und den technischen Anspruch der Route.
  • Respekt vor der Natur
    Hinterlasse keinen Müll, bleibe auf markierten Wegen und achte auf die Tier- und Pflanzenwelt. Viele Alpenregionen legen großen Wert auf nachhaltigen Tourismus.
  • Wetter im Blick behalten
    In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. Plane ausreichend Zeit ein, informiere dich über die Prognose und passe deine Tour gegebenenfalls an.
  • Abwechslung einplanen
    Kombiniere einfache Panoramawanderungen mit anspruchsvolleren Gipfeltouren oder Themenwegen, damit der Urlaub spannend und für alle Familienmitglieder interessant bleibt.
Miriam

Über Miriam

Für Miriam müssen es keine großen Höhenmeter sein. Abwechslungsreich und gespickt mit schönen Aussichten sind die perfekten Wanderwege für sie und wenn am Ende noch eine schöne Hütte wartet, ist der Tag in den Bergen perfekt.