10 Steinarten, die Wanderer in den Alpen finden

10 Steinarten, die Wanderer in den Alpen finden

18 Dezember 2019

von: Sarah in Allgemein

Die Alpen sind vor Millionen von Jahren entstanden durch die Reibung der afrikanischen und europäischen Platten. Das hat nicht nur zu hohen Bergen geführt, sondern zum Hochkommen verschiedener Gesteine. Und diese begegnen Wanderern nun bei Touren in den Bergen. Von außen ist oftmals nicht zu erkennen, was sich Besonderes im Inneren befindet, wie etwa prächtige Kristalle. Viele Wanderer fragen sich regelmäßig, was das eigentlich für Steine sind, die ihnen da in den Alpen begegnen. IndenBergen stellt die 10 wichtigsten Gesteine der Alpen zusammen.

1. Smaragd

Der Smaragd wird auch als der König der Edelsteine bezeichnet und ist ein prächtiger, glänzender, grüner Stein. Im Habachtal, unweit von Bramberg am Wildkogel, im österreichischen Nationalpark Hohe Tauern, ist bekannt, dass sich dort besonders viele Smaragde finden lassen. Dort werden auch besondere Themenwanderungen rund um den Smaragd angeboten. Tipp: Wanderer, die im Habachtal sind, sollten unbedingt das Museum Bramberg besuchen, um alles über Smaragde und Gesteine des Tals zu lernen.


2. Granit

Granit ist eines der am häufigsten auf der Welt vorkommenden Gesteine und ist daher auch in den Alpen zu finden. Es ist ein magmatisches Gestein und besteht aus den Mineralien Feldspate, Quarz und Mica. Dadurch, dass sich der Anteil der Mineralien ändert, kann die Farbgebung variieren. Die Farbe ist üblicherweise rot in verschiedenen Tönungen. Wer mehr über Granit lernen will, besucht das Granatium in Radenthein, unweit des Millstättersees in Kärnten.

3. Bergkristall

Bergkristall ist in der Regel weiß durchsichtig und ist eine der am häufigsten vorkommenden Varianten des Minerals Quarz. Leider hat er nicht immer eine brauchbare Qualität. Die größte Chance, einen Bergkristall zu finden, haben Wanderer in der Schweiz. So wurden in der Gegend um St. Gotthard und den Gotthardpass ein Stein gefunden mit einem Gewicht von 135 kg. Aber auch in Österreich, auf dem Großglockner, wurde eine große Menge an Bergkristallen gefunden. Gut zu wissen: in der Zeit der Römer wurde Bergkristall verkauft als versteinertes Eis und nach der Meinung spiritueller Menschen hat er eine heilende Wirkung.


4. Amethyst

Der Amethyst ist, wie auch der Bergkristall, eine Variante des Minerals Quarz. Hierbei handelt es sich um eine prächtige Kristallart in schönem Lila. Der Amethyst entsteht an der Innenseite eines Gesteins und bleibt daher oft unentdeckt. Oft erkennen Wanderer nur ein kleines Stück des Kristalls und sehen erst beim Aufbrechen, was sich im Inneren befindet. Die größte Chance ein solches Gestein zu finden besteht in der Schweiz, Frankreich und Deutschland.


5. Dolomit

Der Dolomit ist ein Mineral, das aus Kalzium, Magnesium und Karbonat besteht. Steine, die größtenteils aus diesem Mineral bestehen, jedoch nicht komplett, werden auch Dolostein genannt. Die Farbe ist eine Kombination aus grau, schwarz und weiß. Wanderer finden diese Steine in der Schweiz, aber auch in anderen Alpenländern.

6. Garnierit

Der Garnierit besteht aus Nickel und Magnesium. Aufgrund der Menge an Nickel hat dieser Edelstein eine satte grüne Farbe. Der Garnierit verdankt seinen Namen dem Geologen Jules Garnier, der den Stein entdeckte. Hierbei handelt es sich um einen seltenen Stein, der in kleinen Mengen in Felsspalten mit Magnesit zu sehen ist. Gut zu wissen: Die Clemgia Kluft in der Schweiz besteht größtenteils aus Magnesit! Also, wer weiß …


7. Marmor

Der Marmor, der üblicherweise für Statuen oder Böden genutzt wird, ist in den Alpen zu finden. Marmor ist entstanden durch Kalkstein und wird oft auch als metamorphes Gestein bezeichnet. Das Gestein entsteht beispielsweise durch Temperaturveränderungen, Druck und Flüssigkeiten. Marmor existiert in verschiedenen Farben, etwa in weiß, grau und rosa.


8. Grüner Schiefer

Grüner Schiefer ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein grüner Stein. Auch bei diesem Stein handelt es sich um einen metamorphen Stein, der durch Veränderungen von Druck und Temperatur geformt wurde. Neben der typischen grünen Farbe gibt es den Stein auch noch in anderen Varianten – so etwa in blau und weiß.

9. Gneis

Wie auch beim Grünschiefer handelt es sich ebenfalls beim Gneis um ein metamorphes Gestein. Der Begriff Gneis stammt von dem alt-deutschen Wort für Funkeln: gneistan. Gneis entsteht durch Sandstein oder Granit in Kombination mit hohem Druck und hohen Temperaturen. Der Stein ähnelt dem Granit, ist aber doch ganz anders. Gneis besteht immer aus mehreren Farben und es gibt Varianten in rosa, schwarz, braun, grau und weiß.


10. Kalkstein

Die nördlichen und südlichen Kalkalpen sind Bergketten in den östlichen Alpen. Die zwei Bergketten werden getrennt durch die Zentralalpen und sind wieder in unterschiedliche Bergketten unterteilt. Das Kalkgestein ist entstanden durch ein Überbleibsel von Organismen aus den früheren Binnenseen. Mehr zu diesem Thema erfahren Wanderer in der Bergerlebniswelt Triassic Park in Waidring. Tipp: Eine schöne Wanderung in den Kalkalpen lässt sich gut mit einem Besuch des Nationalparks Kalkalpen kombinieren.

Urlaub in den Bergen