Die 5 besten Einsteiger-Klettersteige der Schweiz

 © Engelberg-Titlis Tourismus/ Baschi Bender 
Die 5 besten Einsteiger-Klettersteige der Schweiz

21 April 2020

von: Lena in Alpinismus

Klettersteige liegen im Trend und machen unglaublich viel Spaß. Worin genau die Faszination liegt, lässt sich nicht an einem Punkt festmachen. Vielleicht ist es die Kombination aus Wandern, Klettern, Mut, Adrenalin und sagenhaften Perspektiven. Neben dem Erholungsaspekt, der viele Aktive in die Berge treibt, kommt hier noch echte Spannung zum Naturerlebnis dazu. Obwohl Klettersteige mittlerweile stark an Popularität gewonnen haben, ist es dennoch ratsam, sich als Neuling nicht direkt auf die schwierigsten Steige zu wagen. IndenBergen hat sich die schönsten und leichtesten Klettersteige in der Schweiz vorgenommen und stellt fünf Touren für Anfänger vor.

1. Klettersteig Pinut: Flimserstein

Seinen Ursprung hat der Klettersteig Pinut am Flimserstein schon im Jahre 1907, als ein italienischer Maurer einen 500 Meter langen Felssteig durch die Südwand des Berges baute. Aufgrund der Weltkriege kam der frühe Alpentourismus aber schnell zum Erliegen und erst 2007 hauchte man dem Pinut neues Leben ein. Ausgangspunkt für die 5-stündige Tour ist Fidaz. Auch wenn sich die Via Ferrata absolut für Anfänger eignet, so beginnt der Einstieg rasant mit einem eisernen Steigbaum, der allerdings auch für Kinder ab 12 Jahren zu bewältigen ist. Alle, die abenteuerlustig und schwindelfrei sind, werden ihre helle Freude haben.

2. Schwarzhorn-Klettersteig: Grindelwald

Das Schwarzhorn lockt seit den 90er-Jahren vor allem Bergsteiger an, die sich auf die fünf Stunden dauernde Klettersteigrunde aufmachen, welche ein herrliches Panorama auf die Berner Hochalpengipfel bietet. Ausgangspunkt ist die Bergstation der First-Gondelbahn in Grindelwald. Wer den recht langen Zustieg gemeistert hat, den erwarten luftig angesetzte Leitern und einige senkrechte Aufschwünge. Immerhin 2.927 Meter hoch thront der Gipfel des Schwarzhorns, von dem man einen grandiosen Blick über die Berge hat. Da es unterwegs keine Hütte gibt, unbedingt Proviant mitnehmen.

3. Brunnistöckli-Klettersteig: Engelberg

Wer sich zum Brunnistöckli hoch über Engelberg aufmacht, den erwarten gleich vier mögliche Klettersteige. Den Anfang macht ein kurzer Übungsklettersteig, den man auch mit Kindern in 30 Minuten begehen kann. Er wartet direkt mit einigen Attraktionen auf, wie beispielsweise einer acht Meter langen Seilbrücke. Wer da noch nicht genug gefordert wird, wandert weiter zum Rigidalstock, wo zwei weitere Klettersteige viel Spaß versprechen. Der Ausgangspunkt, die Bergstation, erreichen Bergfans mit dem Brunni-Sessellift. Wer sich stärken will, bevor er den langen Klettersteig-Tag beendet, dem empfehlen wir die Brunnihütte.

4. Salbit-Höhenweg: Göschenen

Wer den berühmten Höhenweg in der Nähe von Göschenen ausprobieren will, der braucht einen langen Atem. Rund neun Stunden ist man unterwegs für diese Königstour. Dennoch eignet sich dieser Klettersteig für geübte Wanderer, die auch mal einen Klettersteig ausprobieren wollen. Die gut gesicherten Passagen lassen sich nämlich auch als Einsteiger leicht überwinden. Besonderes Vergnügen bereitet die 90 Meter lange Hängeseilbrücke, die ein Kletterset zur Voraussetzung macht. Unterwegs gibt es zahlreiche Hütten, wie beispielsweise die Salbit Hütte oder die Voralphütte, bei denen man sich stärken kann. Wer will kann da auch übernachten und die Tour so auf zwei Tage ausdehnen.

5. Chäligang-Klettersteig: Engstligenalp

Rauschendes Wasser in Form von einigen Wasserfällen begrüßt die Kletterer auf dem Chäligang. Der wenig schwierige und kaum ausgesetzte Weg eignet sich hervorragend für Anfänger und Kinder. Dafür spricht auch die kurze Dauer von nur 2,5 Stunden. Ausgangspunkt ist die Talstation der Engstligenalp-Seilbahn. Direkt neben dem rauschenden Wasser führt die Kletterpartie hinauf, bei der man das ein oder andere Mal mit der Hand ins schäumende Wasser greifen muss. Nur bei trockenem Wetter geeignet. Wer möchte, kehrt auf der Engstligenalm ein.

Höher, Weiter, Anstrengender

Sie haben auch Gefallen an den Einsteiger-Klettersteigen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gefunden? Dann heißt es demnächst vielleicht noch höher hinaus, denn neben tollen Anfängerrouten gibt es auch eine Vielzahl an Vie Ferrate mit etwas mehr Anspruch. Hierfür reicht es oft aus, wenn man Erfahrung hat und etwas Kletterpraxis. Sowohl in den Dolomiten als auch in der Brenta, Tirol und im Allgäu warten spannende Routen darauf begangen zu werden. Wer jetzt noch keine eigene Ausstattung hat, darf sich getrost beim nächsten Besuch im Outdoor-Laden eindecken.

Urlaub in den Bergen